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Montag, 30. Mai 2022

Weißt den gar nicht wie schön du bist,,,,

 

"All deine Farben
Und deine Narben
Hinter den Mauern
Ja ich seh dich
Lass dir nichts sagen
Nein, lass dir nichts sagen
Weißt du denn gar nicht
Wie schön du bist?" 
Lied von Sara Conner

https://www.youtube.com/watch?v=1gDbpWC_9pE

Nein, ich wusste nicht wie schön ich bin.

Lange hatte ich ein massives Problem mit meinem Körperbild. Ich konnte meinen Körper so wie er ist einfach nicht akzeptieren.

Meine Wahrnehmungen entsprachen nicht der Realität.

Falschaussagen, die in der Vergangenheit über mich ausgesprochen wurden, wurden meine Wahrheiten. Ich glaubte diesen Sätzen..

....du wärst ja ganz schön, wenn Du nicht zu dick wärst!

...du wärst ja ganz nett, wenn Du nicht so plumpe Witze machst!

...du wärst ja ganz sympathisch, wenn Du Dich besser anpassen würdest! 

Kennst Du solche Sätze auch???

Diese Aussage trifft auf erlebte Ablehnung weil ich " Anders " war/ bin!! Diese gefühlte Zurückweisung bestätigten die Falschaussagen und verstärkten meine Glauben an die über mich ausgesprochenen toxischen Sätze.

Kennst du auch diese Momente, wo du deutlich die Nichtanerkennung deiner Person spürst? Du kannst einfach nicht mehr Du selbst sein. Ist das nicht endlos traurig?

Durch das Erwähnen dieser Unwahrheiten, bemühte ich mich stetig so zu sein wie die Absender der Sätze mich gerne gesehen hätten.

Ich machte unzählige Diäten und meine weiblichen Rundungen blieben!

Ich versuchte mich netter auszudrücken und wurde doch nicht gehört!

Ich passt mich an und wurde nicht mehr gesehen!

Ich kämpfte gegen mich! Ich wurde immer vernichtender zu mir! Ich ließ keine guten Gedanken über mich zu! Was für eine Bankrotterklärung für mich als Mensch! Ich fing an mich ganz anders zu verhalten. Ich wurde unbarmherzig gegenüber meinem Umfeld, angetrieben von dem Leistungsgedanke mich zu verändern und meinen Glaubenssätzen die mich sehr geprägt haben. Ich setzte mich einen permanenten Kampf aus. Ziel unerreichbar!!

Schlussendlich stellte ich mir die Frage was mache ich hier eigentlich und will ich in dieser Unzufriedenheit weiterleben?? Wer bin ich eigentlich?

"Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu" Ödön von Horvath

Ich stellte mich dieser Problematik:

" Was wäre wenn ich diesen Lügen nicht mehr glaube??" 

" Was wär wenn ich den biblischen Wahrheiten glaube??"

" Was wäre wenn ich authentisch wäre??"

Mit der Auseinandersetzung mit mir als Person, die Gegenüberstellung der toxischen Aussagen vs. christliches Menschenbild konnte ich meine bisherigen Glaubenssätze ganz langsam überschreiben.

Das christliche Menschenbild passiert auf der Grundlage, dass Gott uns Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen hat. Er hat uns die Würde verliehen Mensch zu sein. Wenn wir in die Natur schauen dann sehen wir die Schönheit und die Genialität der Schöpfung. Gott hat den Menschen wunderbar geschaffen. Somit ist das Wesen einer jeden Frau Einzigartig und Schön!

Mit dieser Besonderheit und diesem Merkmal darf ich mich als Person so annehmen wie Gott mich geschaffen hat. Selbst unser Grundgesetz passiert auf der Würde des Menschen.

Ich darf den Sätzen der Liebe Gottes folgen und dem Wissen dass er mich einzigartig geschaffen hat.

Ich darf den Aussagen, der Menschen folgen die es gut mit mir meinen und mich mit meiner Schönheit und meinem Temperament so annehmen wie ich bin.

Die Frage ist doch was gebe ich weiter?

Schau Dich doch an.....Wie schön Du bist!!!




Eine Schönheit 😁



 





Samstag, 30. April 2022

Der tragende Boden

Hast du dir schon mal Gedanken gemacht über den Boden auf dem du stehst ? Oder welche Funktion der Boden unter dir hat ? 

In der Regel machen wir uns über so was keine Gedanken. Es ist einfach so! 

Ich musste mir Gedanken machen, als ich in meiner Ausbildung zur Körperpsychotherapeutin mit dem Rücken auf dem Boden lag und die Anweisung  bekommen habe: 'Zu spüren ', wie mein Körper auf dem Boden liegt und wo der Körper den Boden berührt.

In dem Moment als ich da lag, kam mir der Gedanke in den Sinn, dass dieser Boden auf dem ich liege, tragend ist. Das dieser Boden in all seinen unterschiedlichen Facetten, egal ob hart oder weich, warm oder kalt immer da ist und mich trägt.

Der Boden ist so all gegenwärtig in meinem Leben, wie meine Beziehungen. Egal aus welchem Material mein Gegenüber geschnitzt  ist, hat er oder sie Einfluss auf mich und mein erleben. Und auch ich bin so eine Einflussnehmerin auf meine Mitmenschen. 

Hart und weich, Reibung und Annahme..

Kalt und warm. Unangenehm und Schutz..

Genauso, wie ich den Boden unter den Füßen  spüre, erlebe ich auch meine Beziehungen.  

Die guten und stabilen Beziehungen geben mir Sicherheit und Stärke. Die sind das tragende  Element in meinem Sein!

Was bedeutet tragen? 

Ich bekomme etwas, ich nehme etwas an.

In dem Moment  in dem ich etwas annehme, trage ich Verantwortung. Ich bekomme etwas anvertraut. Und das was ich in meiner Hand habe und trage, lasse ich in der Regel nicht einfach fallen. 

Ich gehe achtsam damit um. Ich wende Kraft auf  um es sicher von A nach B zu transportieren.

Sollten WIR nicht genauso "tragend" miteinander umgehen?

Die Frage ist doch, wie ich diese Beziehung in diesem Moment gestalte?

Was bin ich für ein " Untergrund" für mein Gegenüber?

Stärkend, verlässlich, beständig und immer da?

Dann gibt es noch diese richtig fiesen und unangenehme Untergründe. Die so richtig übel sind. Spitz und instabil, steinig und steil. 

Wie begegne ich solchen Menschen, die zu meinen unangenehmen Untergründe gehören ? Oder für wen bin ich so ein inakzeptabel Boden?

Als ich das so lag musste ich über meine Freundschaften nach denken. 

Voll Dankbarkeit dachte ich an die lieben Menschen, die mich geprägt haben, die mich über die Jahre getragen habe!

Für mich ist Jesus ein großes Vorbild, er hat sich einfach hin gekniet und hat den Jünger die Füße  gewaschen. Er hat Petrus einfach an die Hand genommen, damit er nicht untergeht, als er anfing ängstlich umherzuschauen. Jesus hat die Menschen voller Liebe und Mitgefühl angeschaut und geheilt

Genauso möchte ich versuchen Beziehungen zu  leben. Mit Mitgefühl und Liebe, mutig  die hilfesuchende Hand greifen. Hilfe anbieten und als Dienende,  Begegnungen leben.

WAS für eine HERAUSFORDERUNG!!

Ja, ich kann es nur versuchen....meine Palette von Untergründen reicht von angenehm stärkend bis hin zu steinig und spitz!👀

Um so mehr erfüllt mich eine tiefe  Dankbarkeit für die tolle, liebe, stabile und tragende Freundschaften die ich haben darf. ❤







Donnerstag, 31. März 2022

Pausenzeit

Sonne

Sitzen

Seele baumeln lassen!

Dankbar und Zufrieden......

Pausenzeit darf einfach sein!


Tipp von mir...einfach mal genießen😎




Freitag, 25. Februar 2022

Viola d`amore

"Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten." Katharina von Siena

"Viola d`amore, heißt meine neue Leidenschaft!" Fast schon zärtlich und mit leuchtenden Augen spricht die Violinistin, die mir gegenüber sitzt von ihrem neusten Streichinstrument. Ihr schwärmen und ihre Begeisterung habe mich gepackt. Interessiert höre ich, die-Ahnungslose-was Streichinstrumente -angeht, zu. 
Die "Geige" mit dem sinnlichen Namen "viola d`amore", ist ein historisches Streichinstrument ähnlich wie die Bratsche nur etwas größer und hat 5-7 Spielseiten und ebenso vielen Resonanzseiten. 
Fasziniert sitze ich mit meinem Glass Wein in der Hand da und folge ihren Ausführungen....
Das Kammerorchester ist präsent, die Musik wird deutlich spürbar..... mit voluminöser Stimme und einer tiefen Begeisterung erklärt sie mir was sie vorhat!!
Ich bin beeindruckt!! Und jetzt will ich mehr...ich möchte mehr erfahren über diese interessante Frau und ihren Weg zu einer bekannten Violinistin!

Sie erzählt mir von Ihrem Leben und ihren Träumen als Kind Violinistin zu werden...
Sie erzählt mir davon, wie sie mit 12 Jahren angefangen hat und wie sie ihre Eltern überzeugen musste, ihr den Unterricht zu finanzieren. Sie erzählte mir davon, wie hart der Weg war/ist ......

"Aber Du hast Talent", war meine Antwort und Frage zu gleich. "Naja", meinte sie:" Talent ist das Eine, aber das andere ist die harte, gnadenlose Seite, die dieser Traum mit sich bringt,....das durchhalten, das stundenlange tägliche Üben, das dran-bleiben-obwohl-man Schmerzen-in den- Fingern -hat und das Freundinnen zu Konkurrentinnen werden, das ist ein wirklich hartes Leben!!
"Letztendlich hat mich nicht mein Talent zu einer Violinistin gemacht, sondern der Weg des Übens hat mich zur Meisterin meines Faches gemacht. Und immer noch übe ich täglich bis zu 5 Stunden".

Wir reden noch ein bisschen weiter "was es heißt dranzubleiben". Ich bin froh, endlich kann ich einige "Weisheiten" ;) dazu beitragen. Der Sport lebt schließlich von dem Erfolg des Übens.

Als ich später alleine war, musste ich nochmals an unser Gespräch denken....

Ist es nicht so, egal ob Du Violinist, Spitzensportler, Kampfkunstmeister, Manager oder Ottonormalverbraucher für Fitness bist, letztendlich ist der Weg des Übens (auf deinem Gebiet) das Ziel❗❓ 

Wenn man sich auf diese Reise der Kontinuität macht, täglich seine Einheiten zu absolvieren, dann wird man merken das dieser Pfad etwas ganz Lebendiges hat, mit als seinen Höhen und Tiefen, mit allen Ängsten, Schmerzen und Erfolgen.
Besonders wenn regelmäßiges Üben zunächst nur wenig Fortschritt zeigt und es zuweilen auch lästig wird, wird der Tag kommen, in dem das Üben zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil deines Lebens wird. 
Schlussendlich zählt doch, was das Üben und der Weg, den du gehst mit dir macht. 

Ich denke egal, ob es die Violinistin ist, die mit Leidenschaft ihren Träumen folgt oder ich, die mit mehr oder weniger großen Eifer ihr tägliches kleines Fitnessprogramm absolviert, beeinflusst diese Üben mein Leben!! Meine Gesundheit, meine Motivation, meine Kraft, meine Ausdauer, meine....

Genauso wie die Violinistin ihre Erfolge feiert, feiert mein Körper seine neue Kraft !!

💭Mach Dich auf...übe, übe, übe...und du wirst Meister auf Deinem "Gebiet"....und es beeinflusst Dein Körper nachhaltig!! 💪

Ist zwar keine viola`amore ...
..aber von einer jungen Künstlerin, die jeden Tag übt..







Montag, 31. Januar 2022

Alltagskämpferin

Montagmorgen, das Telefon klingelt meine Freundin ruft an. Wir haben uns zu einem "Telefondate" verabredet. Endlich haben wir mal wieder Zeit füreinander!!
Jetzt magst du vielleicht denken...ungewöhnliche Zeit ...haben die nichts besser zu tun?! 
Nein, genau das haben wir nicht ...es ist so herrlich einzigartig, sich am Montagmorgen die Zeit zu nehmen und die alltäglichen Dinge zu besprechen und auszutauschen!! 
Seit vielen Jahren begleiten wir uns durch das Leben und es gibt nichts besser als sich mit einer Alltagskämpferin über die gewöhnlichen und doch so kräftezerrenden Runden, die wir Tag für Tag absolvieren, auszutauschen 😊
Hier ein Gedanke, da ein Tipp....zuhören, austauschen und ermutigen...Worte und Gedanken wechseln den Besitzer. Sich verstanden fühlen...wahrgenommen werden, dass tut einfach nur gut!! 
Im Gespräch taucht auch immer wieder dir Frage auf. "So manches schaffe ich nicht....wie bekommen die anderen das nur hin?!" Kennst Du diese Frage auch?? 
ICH habe mir diese Frage schon so oft gestellt? Und meine innerliche Stimme hat postwenden geantwortet:" Ich schaffe DAS nicht!!! Bei mir läuft das nicht so reibungslos!" 
OHOH Willkommen in der Vergleichsfalle. 
Aber ist es nicht einfach genau so...ich stehe vor einem riesigen Berg und weiß nicht, wie ich den bewältigen soll. Ich sehe nur, dass DIE ANDEREN den wohl ganz mühelos besteigen!! Kommunikation mit dem Partner- keine Problem......gut erzogenen Kinder- klar doch.....
schlaf Probleme-noch nie was von gehört...gesundes Essen- jeden Tag...😱usw. 
Wenn wir uns auf die Alltagsreise begeben, rechnen wir doch eher mit sanften Hügeln, vielleicht sind wir so realistisch und erwarten noch ein halbhohes Mittelgebirge, aber das eine Alpenüberquerung vor uns liegt, dieses hat NIEMAND so wirklich als Warnung ausgesprochen!! 
Dass ich eine Kämpferin werde und ständig rauf und runter laufe muss, war mir in diesem Ausmaß nicht bewusst! AUFGEWACHT? Ich ja und DU? 
Langezeit war ich davon überzeugt: "Okay hilft alles nicht, es hilft dir eh NIEMAND! Bündel deine letzten Kräfte und nehme diesen Berg in Angriff. Es wird schon gut gehen! 
Viel zu oft bin ich schweißnass und mit letzter Kraft oben angekommen. Regeneration am Anfang kein Problem...ein kurzer Moment und dann ging es weiter. Heute einige Berge später ist meine Erholungszeit deutlich länger. Außerdem bedient sich dieses System einer mathematischen Formel: Längere Erholungszeit = höhere Berge :O 
Bis heute war es mir nicht klar, dass die Berge so hoch sein können. So Sprüche wie : "Berge gehören halt dazu, sonst wäre das Leben langweilig oder wenn Du oben stehst, kannst Du stolz auf dich sein", können vielleicht motivieren und helfen, aber die Steigung und der Schrecken bleiben trotzdem.  

Dann viel es mir wie Schuppen von den Augen...ein Berg bleibt ein Berg. Aber ich schaue immer zu diesem Berg rauf und nicht aus Gottes Perspektive auf ihn herab. Dann verliert der Berg seine Größe und Erhabenheit. Höhenunterschiede verschwinden. Nur noch mit einem scharfen Auge sind die Höhenprofile zu erkennen. Wie bei einer Landkarte ist die Höhe über die Höhenlinien zu deuten. 
Ein Gedanke keimt in mir auf, wenn ich diesen Berg hoch steigen muss, habe ich immer diese vernichtende Perspektive vor mir, aber Gott hat diese Keine-Berge-Sicht und das darf ich mir zu nutzte machen. 
Mit dem Vertrauen auf Gott und dem Wissen er hat die richtige Perspektive auf meinen Berg, kann ich mich auf Machen und Schritt für Schritt dem flachen Berg besteigen.😅


Der Berg liegt vor mir.....


Schritt für Schritt habe ich den "flachen" Berg gemeistert;)

              💝 vielen Dank liebe ALLTAGSKÄMPFERIN, dass Du meine Freundin bist.

Montag, 27. Dezember 2021

Loslassen

💭Hast Du Dir schon mal Deine Hand angeschaut, wenn Du etwas festhältst? 

Im Greifen neigen sich die Finger immer zur Handinnenseite. Die Muskeln am Unterarm sind angespannt, die Sehnen treten hervor. Je nachdem wie schwer der Gegenstand in deiner Hand ist oder wie fest du hältst, zeichnen sich die Muskelstränge deutlich unter der Haut ab. Die Anspannung durch das Festhalten ist spürbar.
Je schwerer der Gegenstand ist und je fester ich halten muss überträgt sich die Spannung auf den gesamten Körper. Das Halten schwere Gegenstände fordert eine enorme körperliche Anstrengung heraus.
Es gibt aber auch die leichten Dinge, die wir in der Hand halten, die kaum eine Anspannung hervorrufen. Die wir locker über längere Zeit und ohne Mühen tragen können. Hier ist die Schwere nicht relevant, der wesentliche Faktor ist in diesem Fall die Dauer. Wenn ich etwas über einen Zeitraum in der gleichen Position in der Hand halte, verkrampfen sich meine Muskeln. Das statische Halten fordert uns zwar im ersten Moment nicht wesentlich, aber für den Muskel ist das auf Zeit Höchstleistung.
Bei beiden Formen des Greifens zeigen die Finger immer zu einem!
Bei beiden Formen des Greifens geht immer eine gewisse Spannung mit!

💬Und was passiert, wenn wir loslassen?

Erstmal werden meine Augen aktiv. Ich suche mir einen sicheren oder stabilen Platz, wo ich meinen Gegenstand abstellen kann. Ich vertraue meinem Urteilsvermögen und stelle den Gegenstand neben mich. 
Die Hand öffnet sich, die Finger zeigen nach außen, Spannung lässt nach, die Muskeln entspannen sich, die Sehnen stechen nicht mehr so deutlich hervor, die Arme werden weich und eine Entlastung macht sich breit!
Das gleiche passiert auch, wenn ich einen leichten Gegenstand aus einer verharrenden Position weglege.
Die Finger zeigen nach außen und jetzt ist meine Hand wieder bereit etwas Neues zu nehmen.
Loslassen bedeutet nicht, dass ich es weggebe oder es nicht mehr wertschätze. 
Loslassen bedeutet einfach, ich bin bereit weiter zu machen!

Geht es uns nicht in allen Bereichen des Lebens so?
Wenn ich krampfhaft etwas festhalte, ist meine Anspannung riesengroß. Die Finger sind auf mich gerichtet....es hat immer was mit meinem Ego zu tun!

Ich habe mir überlegt, ob das halten und loslassen nicht auch auf meine Beziehungen übertragbar ist,
zum Beispiel auf meine Töchter....
Wenn ich aus welchen Gründen auch immer meine Kinder festhalte, ist meine Anspannung riesengroß.
Wenn ich aber meine Kinder ziehen lasse und sie loslasse, passiert genau das gleiche wie oben beschrieben.

Meine Augen werden aktiv, ich begleite meine Tochter bei der Suche nach einem guten Platz, ich vertraue meiner Tochter, auf meine Erziehung und meinem Gott, ich lass sie gehen.!
Ich stelle mein Ego hinten an!
Anspannung und Reibereien fallen ab, Beziehungsentlastung macht sich breit!
Grenzen und Raum bekommen eine klare Definition.
Freiheit und Vertrauen können sich ausbreiten!

💝Meine Hand ist geöffnet, ich bin bereit mit meiner Tochter unsere Beziehung neu zu gestalten. 
    Die Beziehungsgestaltung liegt nun in 4 zueinander zeigenden Händen! 
💝Meine Hand ist frei, ich bin bereit sie sofort aufzufangen, wenn sie stolpert! 

Eine Mutter- Kind- Beziehung ist geprägt vom Loslassen.
Das fängt bereits bei der Geburt an....
Ein Kleinkind lernt erst NEIN- Sagen, grenzt sich klar ab. Nimmt sich als eigenständiges Menschlein wahr. Das Kind fängt an seine Individualität zu entwickeln. 
Und erst in dem auf-Abstand-gehen, in dem Wissen um sich als eigene Person, kann der Mensch Nähe zu lassen. 
Wenn ich meinem Gegenüber die Freiheit gebe sich selbst zu entwickeln, dann ist diese Loslassen Liebe!

Jeder von uns ist individuell, möchte als eigenständige Persönlichkeit gesehen werden und möchte Raum und Freiheit zum Leben haben!
Und genau das erfahre ich als gläubiger Mensch .....das ist die Liebe Gottes als mein Vater. Ich habe mein Leben. Ich habe die Freiheit selbst zu entscheiden. Ich habe Raum mich zu entfalten. Ich darf hingehen, wo ich will.
Ganz schön viel ICH....aber ist es nicht das was eine gute Eltern-Kind-Beziehung ausmacht?
Dem Kind die Freiheit zu geben sein ich zu entwickeln.
So ist das auch bei Gott, er drängt sich nicht auf, ist einfach da, lässt dich dein ich entwickeln!
Er streckt dir einfach seine geöffnete Hand entgegen. Gott bietet Dir Vergebung und Freiheit bedingungslos an!! Gottes Hand ist offen für Beziehung.... zugreifen darfst DU!

Genauso möchte ich die Beziehung zu meinen Töchtern leben...
Genauso möchte ich immer meinen Töchtern die offenen Hände entgegen strecken...

Absolut dankbar bin ich, dass meine Eltern mich losgelassen haben.
Absolut dankbar bin ich Gott, der mir seine ausgestreckte Hand reicht!😍



Armband: Mutter-der-Braut 😊
loslassen und das Leben feiern!




...und was soll ich sagen die Beziehung zu meinen Töchtern verändert sich! 

Sie ist vertraut, neu, wundervoll, spannend, abwechslungsreich, herzlich, fröhlich, charmant, ungewohnt, lustig und was ganz Besonderes!

Vielen Dank dass IHR meine Töchter seid!💕




Montag, 29. November 2021

Geschenkestress

Weihnachten steht vor der Tür und wahrscheinlich überlegst Du fleißig WEM du WAS schenkst!

Eine sorgfältige ausgesuchte gute Flasche Wein ist schnell gekauft und schnell geleert. Was liebevolles Selbstgebackenes, ist eine besonderer Anerkennung und eine wahre Köstlichkeit und doch so schnell verzehrt. Ein schön gerahmtes Bild, eine Erinnerung an die gemeinsame Zeit ist was Wertvolles und doch lebt es nur von dem was war.

Die tollen und liebevollen Geschenke, die wir uns in der Regel machen, sind originell, durchdacht und etwas Persönliches.

Seit einigen Wochen überlege ich:" Was verschenke ich in diesem Jahr?"

Es soll etwas ganz BESONDERES sein! 

Es soll dem Beschenkten meine Wertschätzung und Dankbarkeit zum Ausdruck bringen!

Es soll kostbar sein!

Auf einmal kam mir die Idee, ich möchte meine Zeit verschenken....

Ist die Zeit nicht unser kostbarstes Gut?

Ist die Zeit nicht genau das, was uns allen fehlt?

Und ist es nicht so wenn wir Zeit miteinander verschwenden, dann teilen wir-

.....diesen kleinen Augenblick

.....die kleinen Glücksmomente 

.....die erdrückenden Sorgen 

.....die aufsteigenden Ängste

.....die ungeklärten Fragen

.....die schwere der Trauer

.....die ausgesprochenen Ermutigungen 

.....die humorvollen Momente

.....dass gemeinsam Lachen- miteinander!

Wenn wir gemeinsam Zeit miteinander verbringen, verliert dann der Alltag nicht an seiner Schwere? Dann können wir für eine kurze Zeit loslassen, weil wir jemanden haben, der uns zuhört.

Als es Abend wurde, begab er (Jesus) sich mit den 12 Jüngern zu Tisch (aus Matthäus 26). Auch Jesus lebte Gemeinschaft. Vor seinen schwersten Stunden lud Jesus seine Jünger ein. Er wollte Zeit mit Ihnen verbringen, um zu reden, um zu dienen und um zu zuhören. Manches wurde ausgesprochen oder angesprochen... aber dort am Tisch auf gleicher Augenhöhe wurde das Band der Gemeinschaft gelebt! 

Ein deutscher Denker hat folgendes Zitat verfasst:

"Gemeinsam existieren ist das gefühlte Minimum,

gemeinsam leben das Maximum!"

Es ist doch von so großer Bedeutung für uns, wenn wir in Achtsamkeit und auf Augenhöhe uns begegnen. 

Es ist von so großer Bedeutung, wenn wir uns Zuhören und Verständnis füreinander haben 

Es ist von so großer Bedeutung, wenn wir Zeit miteinander verbringen!

Das ist das Maximum an Leben😃


Auf Augenhöhe Kaffee trinken...


Gäste WILLKOMMEN💝