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Montag, 26. April 2021

Gastfrei...


"Selbst Feinden, die als Gäste zu uns kommen, muß die schuldige Gastfreundschaft erwiesen werden; der Baum beschattet mit seinen Blättern auch denjenigen, der ihn fällt“.


„Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“      Hebräer 13.2


Der Summer der Tür vibrierte leise. Ein leichter Stoß genügte um die Tür zu öffnen. Hell erleuchtet präsentierte sich der Flur eines alten Stadthaus aus dem 1900 Jahrhundert. Altbaucharme lässt grüßen. Ein großzügiges Treppenhaus lud ein rein zu kommen. 

Mutig stieg ich die alte Treppe hinauf...ich wusste mal wieder nicht was mich erwartete. Wie immer hatte ich mir ein Zimmer über eine Plattform gebucht, um günstig zu übernachten. Mit jeder Treppenstufe stieg die Spannung und die Neugierde "was wohl auf mich zu kommt?".

Auf einmal schalte mir ein fröhliches „Herzliches Willkommen“ entgegen. Ein freundliches rundes Gesicht strahlte mich an….ich strahlte zurück und gleichzeitig war ich sehr überrascht ...ich hatte was...wen... anderes erwartet. Wie immer hatte ich ein vorgefertigte Vorstellung in meinem Kopf. Aber es kommt immer anders als man denkt...20 Jahre älter und 20 Kilo schwerer ;)

Neben der Gastgeberin stand ein Junge und schaute mich abwartend an. Mit einem Kind hatte ich gar nicht gerechnet. Wer lädt Fremde zu sich ein und hat seine Kinder in der Wohnung :O Ich folgte der Frau und dem Jungen in die Wohnung...Altbau trifft Chaos.

Es war so richtig schön unperfekt und unordentlich! Die zwei strahlten mich an und fragen mich, "ob ich alles gut gefunden habe?!"

Dann zeigten sie mir voller stolz mein Zimmer in dem ich die nächste 2 Nächte verbringen durfte. Das einzige fertig renovierte und aufgeräumte Zimmer in der ganzen 200m² Wohnung.

Mit einer großen Herzlichkeit und Offenheit wurde mir der Rest der Wohnung gezeigt. Ich war sofort integriert, so als ob ich "eine- alte- Freundin- bin" die endlich mal wieder auf Besuch kommt.

Ich durfte und sollte mich wie Zuhause fühlen. Schnell waren wir beim Du. Einleben leicht gemacht! Die Krönung war als mich die Frau fragte, ob sie mir am nächsten morgen ein Frühstück machen sollte….mir fehlten die Worte. Gerade hatte sie mir noch erzählt wie anstrengend ihre Woche war und das sie zu nichts kommt und dann dieses Angebot. 

Ich lehnte dankend ab. Das konnte ich einfach nicht annehmen…

Nachdem ich dann endlich mein Zimmer bezogen hatte, musste ich an die letzten 2 Stunden denken und an mein Ankommen.

Mit was für ein Selbstverständnis bin ich aufgenommen worden,

Mit was für einer Freundlichkeit bin ich Willkommen geheißen worden,

Mit was für einer Offenheit ist man mir begegnet,

Dieses einfache TUN macht mich nachdenklich!


Ich und meine Gastfreundschaft …

bin ich nicht viel zu berechnen wen ich in mein Zuhause lasse?

bin ich nicht viel zu oft zu müde um jemanden einzuladen oder herein zu lassen?(Geschweige noch ein extra Frühstück an zu bieten ?)

bin ich nicht viel zu oft mit mir beschäftigt um mich um andere zu kümmern? 

Diese Gastgeberin was absolut großzügig und offen. Hat mich einfach mit in ihr Leben genommen! Sie war gastfrei und bereit zu teilen. Gastfrei ist ein altes Wort und wird heute kaum noch verwendet. Es sagt aber ganz genau aus, was diese Gastgeberin lebt. Gastfrei bedeutet Gästen gegenüber freigiebig zu sein…

Bin ich so richtig großzügig Gästen/ Fremden gegenüber?

Bin ich so richtig freigiebig Gästen/ Fremden gegenüber?

Bin ich so richtig offen Gästen / Fremden gegenüber?

Bin ich bereit  Fremde aufzunehmen und zu teilen?

Ich weiß nicht wie das bei Euch ist, aber bei mir ist da deutlich Luft nach oben!!!

Ich bin weit davon entfernt so zu leben und doch ist das eigentlich eine der wichtigsten Säulen der Menschlichkeit und meines Glaubens!

P.S. Meine Gastgeberin schlief sogar bei offener Tür...das würde ich mich niemals trauen….oder vielleicht doch irgendwann???

💝 Vielen Dank für diese unglaubliche Erfahrung und ich komme gerne wieder  💝


Das schön renovierte Zimmer 











Mittwoch, 31. März 2021

Power of the middle

Die Bauchmuskeln liegen in der Mitte unseres Körpers. Eingebettet in den großen Muskeln befindet sich der Schwerpunkt von unserem Leib. Dieser spielt eine tragende Rolle für die Aufrichtung und Mobilität unseres Körpers, ist maßgeblich für unsere Gleichgewicht und einen stabilen Stand. 
Bei einigen Menschen liegt dieser Schwerpunkt etwas mehr Richtung Bauchnabel, bei manchen Menschen liegt er etwas mehr Richtung Schambein. Bei der Mehrheit liegt diese Position so ziemlich genau in der Mitte von diesen beiden markanten Orten. 
Die Bauchmuskeln spielen eine zentrale Rolle beim aufrichten der Wirbelsäule. Diese Muskelgruppe hat die wichtige Aufgabe die Lendenwirbelsäule zu stabilisieren und auszurichten. Zusammen mit dem Beckenboden bilden sie eine tragende Einheit für die inneren Organe. Siehe Artikel Oktober 2020
Gut trainierte Bauchmuskeln erleichtern auch das „Gerade“ machen. 
Ein aufgerichteter Körper hat eine starke Mitte und damit einen stabilen Schwerpunkt. 
Ein fixer Schwerpunkt ermöglicht uns gut in Bewegung zu kommen und gleichzeitig auch bei unvorhergesehenen Ereignissen das Gleichgewicht zu halten. 
Wenn wir einfach so vor uns hin leben und nicht gezielt etwas für unsere Bauchmuskeln/ Muskeln tun, sind sie zwar da, aber arbeiten nur im minimal Bereich. Somit bleiben diese Muskel unter ihrem Potenzial und auch der Schwerpunkt bietet nicht die Standhaftigkeit auf, die ein trainierter Körper vorweisen kann. 
Unser Bewegungsumfang, unsere körperliche Fitness und das Wohlempfinden bleibt weit unter den Möglichkeiten, die mein Körper eigentlich zu bieten hat! 
Unser Körper ist auf Bewegung ausgelegt! 
Wenn das wirklich so ist und gut trainierte Bauchmuskeln Rückenschmerzen positiv beeinflussen und ich so Schmerzen reduzieren kann. Dann möchte ich gut trainierte Bauchmuskeln haben! 
Wenn das wirklich so ist und ich durch das „Gerade machen“ meinen Schwerpunkt zentrieren kann und dadurch besser in Bewegung komme. Dann möchte ich einen sicheren Schwerpunkt haben. 
Wie sieht es mit Dir aus? 
Probiere es aus ! Trainiere Deine Bauchmuskeln und Du wirst Veränderung erleben. 
Du wirst spüren, wie es Deine Haltung beeinflusst. 
Du wirst spüren, wie Deine Mitte stark wird. 
Du wirst spüren, wie Du an Stabilität gewinnst. 
Du wirst spüren, wie Du besser das Gleichgewicht halten kannst.
 
So kann ich an meinem Körper arbeiten, aber genauso ist das auch mit dem Glauben, 
wenn ich weiß um was es geht aber es nicht 100% in Anspruch nehme. 
*lebe ich weit unter dem Potenzial des Möglichen! 
*lebe ich weit unter dem was Gott verspricht. 
Ostern steht vor der Tür. Jesus ist der Mittelpunkt! 
ER der gestorben ist, 
ER der den Tod überwunden hat, 
ist die Zentrale Botschaft in diesen Tagen. 

Für mich ist ganz klar….ich möchte dieses Angebot in Anspruch nehmen... ich möchte nicht mit weniger leben…. ich möchte nicht im minimal Bereich bleiben…. 
Ich möchte alles….Vergebung...Liebe...Freude...Frieden...Freiheit...Geduld...Hoffnung. 

Wie die Bauchmuskeln für meinen Rücken eine unumgängliche Rolle spielen, so soll Ostern und die Botschaft der Auferstehung in meinem Leben eine zentrale Rolle haben. 

Wenn das wirklich so ist und Jesus Tod und Auferstehung mein Leben positiv beeinflusst und ich leben kann. 
Dann möchte ICH diese Leben mit Gott haben. 
Dann möchte ich meinen ganzen Mist los werden… 
Dann möchte ich nicht nur einfach vor mich hin leben.. 

Wenn das wirklich so ist, dass dieser Glaube Vergebung schenkt. 
Dann möchte ich das als Mittelpunkt in meinem Leben haben. Das soll mein absoluter Schwerpunkt sein. 
Mit diesem Schwerpunkt kann ich sicher in „Bewegung“ kommen...
Wie sieht das bei Dir aus? Probiere es aus! 
In 2 Tagen ist Karfreitag! Beschäftige Dich mit Jesus und der Bibel und Du wirst Veränderung erleben! Du wirst Gott begegnen! 

Schöne Ostern...NEUES entsteht... 

💪Ein paar Bauchmuskelübungen:


Aus dieser Ausgangsstellung
beide Beine Richtung Decke schieben.
Blick Richtung Füße, Arme über
dem Kopf

 Startposition: Rechtes Knie fest halten, linkes Bein gestreckt
Blick Richtung Bauchnabel....




...dann Beine abwechselnd flott strecken/ beugen,
Mit den Händen Kniee abwechseln kurz antippen.
Zählen..1..2..3.. und dann linkes Knie festhalten..
kurze Pause....dann wieder von vorne..


 

Ostern 💓


Sonntag, 28. Februar 2021

Nicht viel....

und doch so elementar wichtig.. 
und doch das Wesentlich in unserem Leben.. 
und doch bedeutsam für jeden Menschen.. 
und doch unbedingt notwendig für jeden von uns.. aber genau das macht Leben aus!!
              "Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen"

Mittwoch, 27. Januar 2021

Eine starke Basis haben

Eine warme, gemütlich Atmosphäre schwingt durch den Raum. Es wird geredet und gelacht. Wärme und Geborgenheit liegen in der Luft.

Dieser schöne Moment gibt mir absolute Zufriedenheit und greifbare Sicherheit!

Die Zeit fliegt nur so dahin….die Sekunden verstreichen tik tak tik tak…..am liebsten würde ich diesen Augenblick fest halten….tik tak tik tak…

Auf einmal ein lautes Getöse, ein anhaltendes Pfeifen, ein bis ins Mark erschütternder Schlag begleitet von einem mächtigen Blitz durchschneidet die Gegenwart.

Tik tak tik tak...Sekunden später ist alles still. Dunkelheit breitet sich aus.Stromausfall! Der Schreck sitzt tief.


Tik tak Tik tak...lockere Sprüche wechseln den Besitzer. Es wird gelacht und gefeixt.

Tik tak tik tak…die Sekunden ziehen dahin...tik tak tik tak….beim nächsten Schlag verändert sich alles...tik tak tik tak….dann wird WAS ausgesprochen. Die Hiobsbotschaft sickert langsam in mein Bewusstsein. Das Lachen bleibt mir im Hals stecken. Ist das eben Gesagte wahr?? Oder habe ich mich verhört?! 

Tik tak tik tak…Im nächsten Augenblick ist es still. Unsicherheit macht sich breit. Die Sprachlosigkeit sitzt tief. Es gibt keine Worte!


Tik tak tik tak...wir brettern über die Autobahn. Frauen unterwegs 😉..tik tak tik tak...es wird am Radio gespielt. Für die Fahrt brauchen wir noch gute Musik. Ich suche einen Sender.

Volle Stunde, auf jeder Frequenz nur Nachrichten, egal das geht vorbei...tik tak tik tak...mit halben Ohr höre ich zu. Ich muss lauter drehen. Habe ich das richtig verstanden?? Särge werden von dem Militär abtransportiert?!  Aufgeregt unterhalten wir uns. Das ist doch nicht möglich?! Dieses Virus tritt völlig unerwartet in unser aller Leben.

Tik tak tik tak plötzlich ist das Leben nicht mehr dasselbe!!


Unmittelbar fällt das Gewohnte in sich zusammen. Auf einmal ist nichts mehr selbstverständlich!! 

Das Leben, dass vor ein paar Sekunden noch „normal“ war, ist vorbei...hat sich soeben verabschiedet!!!...tik tak tik tak….


Fassungslosigkeit macht sich breit, Ängste bauen sich auf, diffuse Gefühle entstehen und Ratlosigkeit drängt sich auf.

Was nun ?

Es gibt kein Reset.

Es gibt kein „dann-machen-wir-da-weiter-wo-wir-aufgehört-haben“

Es gibt keine Wiederholung, von dem was war!!

Es gibt keine Teilnahme bei Stomausfall, die Sitzung geht online einfach weiter

Es gibt keine Möglichkeit mehr, wenn der Andere nicht mehr ist.


Aushalten, durchkommen, ertragen, fertigwerden, hinwegkommen, überleben, verkraften

Die Verben zählen wohl zu den gängigsten Theorien mit Schicksal um zu gehen.

Nach dem Motto: Das Leben geht weiter oder/ und Zeit heilt alle Wunden.

Natürlich kann ich so damit fertig werden, aber das reicht mir nicht. Ich möchte mehr!!

Ich möchte HALT und TROST!!

Ich möchte HOFFNUNG und SICHERHEIT!!

Ich möchte nicht nur aushalten…..Ich möchte "Qualität" im aushalten...ich möchte Trost im aushalten


Friedrich Hegel der Religionskritiker hat es richtig erkannt: Die Bibel ist eine „Religion“ des Trostes. 

Und genau diesen Trost möchte ich haben. Dieser Halt soll mein Anker sein. Diese Hoffnung darf mein Schicksal werden. Diese Sicherheit muss mich begleiten ein Leben lang.

Ja, ich habe es gespürt in allem was auf mich eingeprasselt ist:

JESUS ist mein Tröster und er ist mein Helfer.

In der Bibel geht es viel um Trost und um Hilfe!

Einmal heißt es:„ Ich schaue zu den Bergen woher kann ich Hilfe erwarten ??

Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat“….Psalm 121

Wir krass ist das den? Der, der Himmel und Erde gemacht hat, will mir helfen!!

In einem weiterem Psalm heißt es:“ Der Herr ist meine Hirte, nichts wird mir fehlen“

Psalm 23

Wie erstaunlich ist das den? Mir wird Nichts fehlen!

Es gibt eine anthropologische Wahrheit, die uns Menschen alle betrifft.

Wir brauchen alle Trost!! Wir brauchen alle Vergebung! Wir brauchen alle Halt!

Diese Erfahrung habe ich gemacht!! Das ist meine Basis!! 

Welche Erfahrung hast Du gemacht? Was ist Deine Basis?


Ich schaue hinauf zu den Bergen...Ps.121


Donnerstag, 31. Dezember 2020

9 Gedanken-

Inspiration Kleines zu verändern!!


Es muss nicht immer die große Nummer sein...es muss nicht immer Bämmm machen.

Es sind die kleinen Dinge, die Veränderung bringen.
Es sind die kleinen Dinge, die deutlich was bewegen.

In diesem Sinne möchte ich Euch, meine lieben Leser, ein einfaches Danke sagen.
Danke für die Rückmeldungen...die sind für mich von großer Bedeutung.
Danke für die Ermunterungen.....die haben auf mich eine große Wirkung.
Danke für Anregungen und Fragen....die sind Teil meiner Inspiration. 

Ich wünsche euch einen guten Start in das neue Jahr!!💥💝


..auf das wir wieder ZUSAMMEN "stehen" können 😎




Sonntag, 29. November 2020

Begegnung im Kontaktverbot

Eigentlich wollte ich über was anderes schreiben, aber ich hatte eine Begegnung und die wollte ich Euch einfach nicht vorenthalten. Dieser kurze Kontakt hat mich zum nachdenken gebracht.

Seit einigen Tagen wird unser Alltag wieder von einem Kontaktverbot bestimmt. Freunde treffen ist nur ganz eingeschränkt möglich, beim Arbeiten gibt es viele Auflagen und das Einkaufen erledige ich mit den üblichen AHA- Regeln und im Schnelldurchgang. Ja Niemanden zu nahe kommen lautet die Devise und ich versuche mich an die gebotenen Regeln zu halten. Bis zu diesem Morgen.....

Ich schlendere durch die morgendlichen Straßen. Kalt, klare Luft zieht um die Häuser. Bis auf den Bäcker sind alle Läden geschlossen. Ein paar Menschen sind eilig unterwegs und zwei Straßenkehrer drehen ihre Runden und sorgen für eine saubere Stadt. Da ich noch etwas Zeit habe bis zu meinem Termin, entschließe ich mich noch eine kleine Schleife extra zu laufen. Und just in diesem Augenblick kommt von der anderen Straßenseite ein junger Mann auf mich zu. Schon von weitem ruft er mir ein: "Hallo, können Sie mir helfen?" zu.

Da er optisch sehr verwahrlost aussah, überlegte ich mir: "Gebe ich ihm mein gerade gekauftes Frühstück oder lieber ein paar Euros mit!" Zielstrebig steuerte der junge Mann auf mich zu. Und was dann kam, ließ mich einfach nur glotzen. Ich war völlig überrumpelt!!  Schon seine 2. Frage: "Können Sie mir bitte dringend helfen?" Ließ mich ihn etwas irritiert anblicken...normal kommt doch gleich:       "Hast Du mir mal`nen Euro?" 

So nicht heute.

Verzweifelt schaut mich der junge Mann an und dann kam seine Frage: " Ich brauche wirklich Ihre Hilfe...Können Sie mir meine Hose zu machen?" Entsetzt starrte ich den jungen Mann an. Er blickte mich an...ich blickte Ihn an...meine Hirn war am rattern und ich war völlig sprachlos!!

Ich sagte zu Ihm: "WAS ich soll Deinen Hose zu machen?" " Ja, bitte": kam die prompte Antwort zurück. Ich war überfordert und sagte :" Äh, nee, hallo, wie stellst du dir das vor ? Ich kann doch nicht hier auf der Straße an Deiner Hose rum machen!" "Aber die rutscht und ich bekomme sie einfach nicht zu", war seine flehende Antwort.

Ich völlig entgeistert und wusste nicht was ich machen sollte. Der junge Mann schaute mich aus seinen kindlichen Gesicht an und sagte nochmals:" Bitte helfen Sie, ich bekomme die Hose mit einer Hand nicht zu:"

Da schaute ich genauer hin und sah, dass er seine linke Hand völlig steif im Ärmel hielt und die Grundgelenke der Finger ganz schwarz waren....mit dieser Hand konnte er die Hose auf keinen Fall zu machen.

Und mit anderen Hand hielt er eine viel zu kleine Hose krampfhaft fest. Sein mittlerweile entblößter Bauch, den er mir entgegenstreckte, schien nur aus Haut und Knochen zu bestehen.

Und Jetzt Du... WAS WÜRDEST DU TUN ? Wie würdest Du die Geschichte weiter schreiben??

In Zeiten von Corona und Kontaktverbot...? 

In Zeiten groß geschriebener Schlagwörter Wir stehen füreinander ein...!? 

In Zeiten  der Ansteckung...?

Einige Tage vor dem ersten Advent.....wo Nächstenliebe und Spendenaufrufe uns tagtäglich umwerben!?

Welches Gefühl würde Dich  in dieser Situation begleiten?

Mitgefühl....Mitleid....Angst....Eckel....Traurigkeit....Wut....????

Meine Geschichte geht weiter und sie hat mich einiges gelehrt....

Es sind genau die Menschen, denen ich mit Liebe begegnen darf, die Gott mir tagtäglich vor die Füße stellt. 

Es sind genau die Situationen, die mich herausfordern... 

Es sind genau die Begegnungen, von denen ich lernen darf.....

Wie ist Jesus mit den Menschen umgegangen, die seine Hilfe benötigen. 

In Matthäus 15,29- 31 lesen wir: Eine große Menschenmenge kam zu ihm auf den Berg und brachte ihm viele Menschen mit unterschiedlichen Gebrechen und dann heißt es weiter Jesus heilte alle! Jesus sein Mitgefühl galt den Menschen...er heilte sie alle. 

Was ist mit meinem Mitgefühl, gilt es den Menschen..... helfe ich in der Not??

Und ein weitere Vers hat mich sehr zum nachdenken gebracht: In Hebräer 13,2 heißt es: Vergesst nicht Fremden Gastfreundschaft zu erweisen, denn auf diese Weise haben einige Engel beherbergt.

Was ist mit meiner Gastfreundschaft, lebe ich sie auch wenn sie nicht im typischem Gewand da herkommt??

Mich hat diese Begegnung getroffen, mich hat meine Reaktion zum nachdenken gebracht!

UND....in Zukunft werde ich immer eine Schnur dabei haben....


So wie die Rinde von diesen Bäumen geschält wurde,
hat diese Begegnung an meiner " Herzensrinde" geschält! 

 Liebe Grüße, viele gute Gedanken und eine schöne Adventszeit! 💝



 

Freitag, 30. Oktober 2020

Training im Verborgenen

Der Beckenboden- ein Muskelverbund, der im verborgenen liegt und arbeitet. 
Leider wird er allzu gerne vergessen und meistens nicht trainiert. 

Damit zählt der Beckenboden zu dem am häufigsten Vernachlässigten Muskeln in unserem Körper, obwohl seine Aufgaben und Funktion sehr wichtig sind. 

Die Bedeutung des Beckenbodens für die Stabilität des aufrechten Skeletts ist enorm. 
Ein gesunder Rücken ist ohne eine stabile Beckenbodenmuskulatur nicht möglich. 

Es lohnt sich aber mal genauer hin zu schauen: Erstmal ein bisschen Theorie;) 
Der Beckenboden besteht aus drei Muskelschichten und ist damit ein absolutes Powerpaket. 

Die äußere Schicht schlingt sich netzartig um die Schließmuskeln. Wenn man beim Wasser lassen den Strahl anhält, wird damit die Muskeln dieser Muskelschicht aktiviert.
Diese Muskelschicht ist in der Regel gut trainiert und sollte nur bedingt isoliert trainiert werden.

Die mittlere Schicht spannt sich zwischen dem Schambein und den Sitzbeinhöckern wie ein Fächer auf. Wenn man die Sitzbeinhöcker anspannt, spürt man wie sich die Muskulatur an der Innenseite des Oberschenkels aktiviert. Jetzt ist die mittlere Schicht aktiv.

Die innerste Schicht ist das Zentrum der Muskelkraft und die wichtigste Schicht.
(Im Fachjargon Musculus Levator ani)
Aktivieren kann man diese Schicht, in dem man die Sitzbeinhöcker anspannt, Steißbein Richtung Ferse schiebt und das Schambein nach oben zieht. Sichtbar kann man es sich machen, wenn Du Dich vor den Spiegel stellst, die Hände auf die Hüftknochen/ Oberschenkelaußenseite legst. 
Mit der Aktivierung der Muskulatur verschmälern sich die Hüften sichtlich. Die innerste Schicht ist aktiviert.

Die Aufgaben des Beckenbodens sind sehr vielfältig. 
Zum einen schließen die Muskeln das Becken nach unten hin ab und tragen damit die unteren Bauchorgane im Becken. Eine weitere große Aufgabe ist die Beteiligung an der Vernetzung der Rumpf und Beinmuskulatur. Der Muskel levator ani begleitet die Aufrichtung des Becken. 
Durch die Aufrichtung des Beckens, kann sich die Lendenwirbelsäule das Kreuz-/ Steißbein senkrecht ausdehnen.
Gleichzeitig vergrößert sich, mit der Aufrichtung des Beckens, der Gelenkspalt im Hüftgelenk.
Eine aktive Entlastung der Lendenwirbelsäule und der Hüftgelenke wird spürbar.
Der richtig eingesetzte Beckenboden und das optimal ausgerichtete Becken bietet idealen Raum für die Organe der unteren Körperhälfte. Er wirkt damit der Erschlaffung und Senkung der Organe entgegen, beugt Inkontinenz vor und hat eine nicht zu verachtende Wirkung auf das Lymphsystem.
Außerdem stärkt ein aufgerichteter Körper das Selbstbewusstsein und verleiht mir eine ganz neue Ausstrahlung.

Zur Vervollständigung möchte ich noch erwähnen, das Zwerchfell ist ein guter Mitspieler zum Beckenboden und federt das Gewicht des Oberkörpers ab. Ein weiterer Mitspieler auf der untersten Ebene ist das Fußgewölbe. Ein gut trainiertes Fußgewölbe stärkt die Beine und leitet die Kraft nach oben weiter. (Übungen für den Fuß...Artikel November 2019)
Diese 3 Ebenen fördern sich gegenseitig und erleichtern ein gute anatomisch aufgerichtet Haltung

💪
Und nun 2 einfache Übungen:
1. Sitz
- Stuhlkante möglichst weit vorne sitzen.
- Füße in V-Form und hüftbreit auseinander stellen, Sprunggelenke unter den Knieen positionieren, bde. Füße gleichmäßig belasten. ( Ferse- Großzehengrundgelenk)
- Rücken aufrichten, Scheitelpunkt zur Decke schieben, Blick ist geradeaus
- Arme in eine 90° Haltung nehmen und an den Fingern einhacken und auseinander ziehen.
- Sitzbeinhöcker anspannen, Steißbein Richtung Fersen ziehen gleichzeitig kippt das Schambein und zeigt nach vorne oben.
> Jetzt ist der ganze Körper angespannt

Die Übung: 
Anfänger: Abwechseln linke/ rechte Ferse in den Boden schieben. Das Wandern-am -Ort erst mal einüben. Dabei die Kontrolle über den Beckenboden bekommen und die Spannung über die Dauer der Übung halten. 10- 20 Wiederholungen.
Fortgeschrittenen: Abwechseln den Fuß vom Boden ein paar Zentimeter anheben.
Wichtig dabei ist, dass die Beckenbodenmuskulatur über die gesamte Übung gehalten wird.
Beginne mit 10 Wiederholung und steigere es auf bis zu 50 Wiederholung.
Weicht der Oberkörper zur Seite aus oder spannt der Oberschenkel zu stark an, sind die Beckenbodenmuskeln noch zu schwach und Du solltest noch einige Tag die Anfängerübung machen.
💬Tipp: Die Übung ist überall einsetzbar, Arme können auch unten bleiben, dann fällt es gar nicht auf!!!….Training im verborgenen;)
2. Rückenlage
- Beine sind angestellt und hüfbreit auseinander. Wer mag kann ein Kissen, Ball oder ein Ballon zwischen die Kniee nehmen.
- Sitzbeinhöcker anspannen und Steißbein/Kreuzbein Richtung Ferse ziehen
- Scheitel in die andere Richtung schieben. Rücken zeiht sich ganz lang.
- Po etwas anheben. Bauch ist entspannt und ganz weich.

Die Übung: Immer bei der Ausatmung das Kreuzbein noch weiter Richtung Ferse schieben.
Das gibt eine pulsierende Bewegung.....weiter, weiter..
Mit 10 Wiederholungen anfangen und bis auf 50 Wiederholungen steigern.
Wichtig ist, die Beckenbodenspannung über die ganze Zeit halten und erst dann wieder locker lassen, wenn der Po wieder auf dem Boden liegt.
Diese 2 Übungen können richtig viel bewirken….probiere es einfach mal aus;) Viel Spaß!!