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Sonntag, 24. Mai 2020

Standhalten



Standhalten…..
nicht aufgeben, durchhalten, beharrlich bleiben, konsequent sein, tapfer, unbeirrt, unnachgiebig, zäh und willensstark sein…….das sind Eigenschaften, die eher an Durchhalteparolen erinnern als an meinen Alltag.
Und doch haben gerade jetzt diese Eigenschaften ganz viel mit mir und meinem ganz „normalen“ Leben zu tun.
Müssen wir nicht alle irgendwie durchhalten?
Beim Laufen oder beim Rad fahren halte ich durch. Bei optimalen Bedingungen kein Problem. Ich möchte ans Ziel kommen. Ich habe trainiert und ich weiß was ich schaffen kann!!
Aber was ist, wenn es nicht normal läuft?
Wenn beispielsweise ein Sturm aufkommt und ich gegen den Wind laufen oder radeln muss?
Dann wird es richtig anstrengend! Ich muss deutlich mehr Muskelkraft aufwenden, um vorwärts zu kommen. Gleichzeitig wird mein Körper unbewusst alle Register ziehen, damit ich Sicher gegen den Sturm ankomme und nicht hinfalle.
Da stellt sich dann die Frage:“ Reicht meine Kraft aus, um an das Ziel zu kommen?“
Das Gute an den Stürmen und Lebens-stürmen ist, sie kommen und gehen……
Sie dauern nicht ewig!!! Und auf jedes Tief folgt ein Hoch.

Gerade in so einem „Sturmtief“ ist es gut, ...
wenn ich standhaft bin, durchhalten und beharrlich bleibe.
wenn ich zäh, stark und konsequent dem Sturm entgegen trete.
wenn ich mich nicht wie ein Blatt im Wind hin und her peitschen lasse,
sondern ich mich auf das besinne was wichtig ist und mir Kraft gibt.

In so einem Sturm macht es wenig Sinn, auf einem Bein zu stehen und quasi mit kleiner Standfläche zu glauben ...ich schaffe das ...mich haut so schnell nichts um….und Schwupps kommt die nächste Böe…..
Im Sturm stelle ich mich fest auf beide Beine….ich versuche die Standfläche zu vergrößern.
Genauso ist das doch in dieser Krise! Ich sollte mir Standfläche schaffen und genau das trainieren, was unter diesen extremen Bedingungen am meisten beansprucht wird.
Beim Laufen im Sturm oder auf unebenen Boden wird das Gleichgewicht, oder wie es in der Fachsprache heißt der propriorezeptive Sinn*, am meisten beansprucht.
Um Sicher durch den nächsten Sturm zu kommen, kann ich das Gleichgewicht richtig gut schulen und trainieren.**

Aber was ist mit meinen Geist, mit meiner Seele und mit meinen Verstand?
Wie kann ich den trainieren? Worauf lege ich meinen Focus?
- Bei den vielen Meinungen, Theorie und News, die auf mich einströmen….woran kann ich mich orientieren?
- Bei dem social-distancing…..wenn der Großteil der Meinungsbildung nur noch im Netz statt findet und nicht von Angesicht zu Angesicht?
Kann ich überhaupt einschätzen was Lügen oder Halbwahrheiten sind?
Ich frage mich ich, kann ich Anhand meines Wissen oder Nicht-wissen das Ganze überhaupt objektive beurteilen?

Meist beeinflusst mich in so einem Ausnahmezustand meine Gefühle und Gedanken.
Diese lassen mich auf „einem Bein“ stehen…..und können mich völlig verwirren…
Genau, dass schaffen diese ganzen Meldungen und Nachrichten aus dem Netz.
Jeder hat eine Meinung dazu und jeder meint er hat Recht!
Das alles verunsichert….….die verschiedenen News und Meinungsbilder sprechen meine Gefühle an und schüren meine Ängste!
Diese Nachrichten und das Nicht-hinterfragte-glauben, lassen mich auf einem Bein stehen….
Meine Stand wird wackelig. Ich treffe dann Entscheidungen oder lasse mich von etwas beeinflussen, was völlig fragwürdig ist.
Das ist wie ein Einbeinstand in einer Sturmböe…...meine Standfestigkeit sinkt!!

Ich weiß nicht, wie es euch geht......aber ich habe fest gestellt, meine Gefühle sind ambivalent und geben mir keinen Halt... .….mein Umfeld, kann mir nur bedingt Halt geben....….und für mein Leben gibt es gar keine Sicherheit!
In diesem Durcheinander, in dieser Unsicherheit gibt mir eine Geschichte aus der Bibel Zuversicht:
Da rief Petrus ihm zu: „Herr wenn Du es wirklich bist, befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen“. „Dann komm“: sagte Jesus. (Aus der Bibel aus Matthäus 14, 25-28)
Gegen den Sturm, gegen seine Angst und auch gegen seine Zweifel hat Petrus sich auf gemacht. Er ist über die Bordwand geklettert, hat seine Füße nass gemacht und hat den unsicheren Untergrund betreten. Immer fest seinen Blick auf Jesus geheftet.
Petrus ist mir da ein großes Vorbild…..Er hat seinen Blick auf Jesus gerichtet...egal was um hin herum passierte. Egal wie sehr der Sturm tobte! Egal wie unsicher alles war!
Er ist losgegangen, mit Blick auf Jesus.
Das ist mein Training und meine Stand zu gleich…..nur wenn ich meinen Focus auf das Wesentliche richte und das ist mein Glaube an Jesus, nur dann habe ich Sicherheit, Gewissheit und Halt!!

Wie ist das bei Dir? Worauf legst Du Deinen Focus?

Petrus ist erst dann gesunken, als er den Blick von Jesus abwendetet und auf den Sturm schaute!!!
Da bekam er aber mal so richtig Angst.
Er schrie verzweifelt, weil er merkt mit dem Blick auf den Sturm geht er unter.
In dieser Situation wartete Jesus nicht lange, er nahm Petrus an die Hand und rettet ihn! ……….Was für ein Gott! 💓💓

Wo schaust Du hin in dieser Krise?
Was glaubst Du in dieser Krise?
Wer beeinflusst Dich in dieser Krise?
Wie lebst Du in dieser Krise?


💬
*Der Propriozeptiver Sinn:
Die Propriozeption oder Tiefensensibilität wird oft auch “sechster Sinn” genannt. Dieses Sinnessystem gewährleistet die Empfindung von Lage, Haltung und Bewegungen des Körpers im Raum. Propriozeptive Informationen werden von mehreren Arten von Rezeptoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken geliefert. dasgehirn.info

Das Gleichgewicht ist ganz wichtig für unseren Körper.
Wenn wir auf einem geraden Untergrund stehen, wissen wir unbewusst, wie unsere Füße auf dem Boden aufgesetzt sind.
Die Rezeptoren senden die Informationen an das Gehirn weiter und melden „Fuß auf dem Boden..Beschaffenheit eben“!
Bei Unebenheiten oder bei starkem Wind muss das ganze System reagieren und der Gleichgewichtssinn balanciert den Körper im „Raum“ aus. Jede noch so kleine Veränderung muss verbessert werden.Sonst würden wir stolpern oder sogar hinfallen.

Ein gut geschulter Gleichgewichtssinn ist eine sehr gute Sturtzprophylaxe.


💪
** Propriozeptives Training :
1.
 
Einbeinstand- Knie im Standbein ist leicht gebeugt


Einbeinstand. Ein Mitspieler kann die Schwierigkeit erhöhen, in dem er dir ein Ball zu wirft.

Mit offenen/geschlossenen Augen.(Das sollte möglichst in jedes Training integriert werden)



Variation:
Auf labiler Unterlage



2.


Standbein ist leicht gebeugt im Knie

Einbeinstand. Arme und Spielbein zu einem «Flugzeug» ausstrecken und den Körper ausbalancieren.

schwieriger

Ein Mitspieler sorgt für «Turbulenzen » und stößt leicht an Armen und Beinen.


Variation:

Auf labiler Unterlage

Tipp: Propriozeptives Training kann man überall einbauen- Bsp. Im Einbeinstand Zähne putzen😉

Einbeinstand ist überall möglich ;)


Mittwoch, 22. April 2020

Blickwinkel


Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit. Ich bin mit dem Rad unterwegs. 
Für einen Montagmorgen eher untypisch für mich, aber ich habe Zeit. Ich muss nicht pünktlich sein und ich werde auch von keinem Schüler erwartet…. Es fühlt sich komisch an.
Auf meinem Weg begegnen mir nur wenige Autos und noch weniger Menschen...es ist so unwirklich ruhig!!
Mit dem Rad kann ich kleine Straßen und Abkürzungen nehmen, die für das Auto verboten sind.
Und auf diesen kleinen Straßen ist gar NIEMAND unterwegs.
Alles liegt in einem Dornröschenschlaf….auch das kleine Dorf, auf das ich gerade herunterschaue.
Das Licht, die Stimmung ist einmalig. Kein Lärm...nur die Vögel sind zu hören!
Mir wird gerade bewusst an einem „gewöhnlichem“ Montagmorgen, hätte ich diesen Ausblick nicht gehabt…..….
Mein Ausblick: sanft eingebettet zwischen den Bergen liegt die kleine Ortschaft in der Morgensonne...Frühlingserwachen liegt in der Luft….wou!! (Leider habe ich kein Photo gemacht)😉

Nein, an einem gewöhnlichem Montagmorgen wäre ich wahrscheinlich reichlich verschlafen mit dem Auto in die Schule gehetzt!! Da zählt jede Minute…. So aber nicht heute.
Was für ein Unterschied!!
Diese kleine Veränderung lässt diesen Montagmorgen- Moment in einem anderen Licht erscheinen.
Ich schaue auf den Ort und die Straßen herunter, die ich normalerweise aus einer anderen Perspektive kenne….
Ich fahre immer meine gewohnten und ausgefahrenen Straßen. Meistens in Eile und voller Gedanken- was noch alles zu tun ist…..

Das gibt mir zu denken….welche ausgetreten Pfade folge ich tagtäglich…. aus welchem Blickwinkel schaue ich auf meine „Lebensstraße“ und auf meine Angelegenheiten?

Dieser andere Blickwinkel lässt diesen Montagmorgen- Moment gleich in einem anderen Licht erscheinen.
Lass ich mich herausfordern ...schaue ich „neu“ auf Angelegenheiten und Zusammenhänge hin...kann ich flexibel meine Perspektive ändern?
Manchmal müssen wir einfach nur den Blickwinkel verändern, um das Wunderbare...das „Neue“ um uns herum zu erkennen.
So wie diesen Montagmorgen- Moment ….ich habe eine kleine Veränderung vorgenommen… ich habe mich herausgefordert…..ich bin mit dem Rad gefahren….und nun darf ich diesen Moment erleben, obwohl alles im Ausnahmezustand ist.

Geschehnisse und Situationen kann ich oft nicht ändern oder beeinflussen, aber ich kann meine Haltung meinen Blickwinkel auf die Dinge ändern….ich kann meine Gewohnheiten hinterfragen und ändern!
Natürlich ist das nicht immer einfach, aber manchmal genügt eine kleine Veränderung damit man sich seiner eigenen Subjektivität wieder bewusst wird. Und manchmal ist dieses erkennen so wichtig, dass ich mich reflektiere und meinen Blickwinkel überdenke.

Ja, ich kann manche Dinge nicht ändern und ja, ich bin ein Kind meiner Zeit, aber ich kann das was ich verändern kann in die Hand nehmen und machen!!
Ich kann mich und meine Meinung herausfordern und überdenken!!

Ich muss mich nicht bestimmen lassen von dem allgemeinem Mainstream…
Ich muss mich nicht bestimmen lassen von der Angstmacherei….
Ich muss mich nicht bestimmen lassen „von dem klein oder groß reden“ eines Problems.
Ich muss mich nicht bestimmen lassen von Sorgen, Hektik oder Stress…
Ich muss mich nicht bestimmen lassen von meinen Selbstzweifeln und Gefühlen.
Ich muss mich nicht bestimmen lassen von täglich neuen Hiobsbotschaften.

Ein Muskel, der immer einseitig beansprucht wird verkürzt….
Ein Mensch der immer sitzt, dem verkürzt seine Muskulatur und dann kommen die Schmerzen.
Die Schmerzen kommen nicht unbedingt gleich...aber sie bauen sich auf.
Der Muskel verkürzt nicht nur ...er verkümmert regelrecht.

So ist das auch mit mir,
wenn ich immer in den gleichen ausgelatschten Pfaden bleibe….
wenn ich mich immer dem Negativen aussetze….
wenn ich mich von Sorgen beeinflussen lasse...
wenn ich mich immer dem gleichen „Montagmorgen-Moment“ aussetze...

Dann verkürzen meine „Seelen-Muskeln“….ich würde so gar soweit gehen und sagen….dann verkümmert meine Seele und irgendwann kommen die Schmerzen!!!

Nein, ich darf mich ausstrecken….wie es dem Muskel gut tut, wenn er gestreckt wird, so darf ich mich strecken...ich darf mich herausfordern lassen ...ich darf mich einlassen Zusammenhänge neu zu entdecken….ich darf Querdenken...ich darf meinen Blickwinkel verändern!!!

So möchte ich Dich jetzt herausfordern „neu“ über Dein Leben und Deine ausgetreten Pfade nach denken…..
Lass Dich nicht von diesen negativen Gedanken beeinflussen…. warum lässt Gott das alles zu...warum passiert so was …..warum gibt es Not, Elend und Krankheit….warum gibt es diese Seuche .....oder warum gibt es soviel Ungerechtigkeit auf dieser Welt!!
Auf diese Warum-Frage werden wir keine befriedigende Antwort finden!!
Warum-fragen ziehen mir immer den Boden unter den Füßen weg!! Wie ist das bei Dir?

Sondern lass Dich mal von diesem Gedanken herausfordern….
Gott hat alles im Griff, er weiß was los ist….er hat diese Welt geschaffen. Er liebt Dich….!!!
Mir gibt das die Hoffnung weiter zu machen.
Mir gibt das die Hoffnung durch zu halten.
Mir gibt das die Hoffnung das die Warum-Frage an anderer Stelle geklärt ist!!

Verändere Deinen Blickwinkel, und lass Dich nicht bestimmen von Deiner ausgetretenen Meinung!!
Strecke Dich aus, dass verhindert Deine Verkürzungen….
Strecke Dich aus nach einem Gott der Dich liebt...

Und denke über Deinen Lebensweg und Deinen Blickwinkel nach💭


Wie sieht Deinen Lebensweg aus?!
Ausgelatscht und etwas uneben....



...steinig und steil....

oder starr und hölzern ?!

Sonntag, 29. März 2020

Herunterfahren


Vollbremsung…. Von 100 auf 0..

Dieser März 2020 wird in die Geschichte eingehen. Unser aller Bewegungsradius hat sich stark verkleinert und unser Grundrecht in Sachen Freiheit ist für unserer Gesundheit massiv eingeschränkt worden.
Seit Mitte März wurde das öffentliche Leben schrittweise herunter gefahren.
Unsere Bewegungsfreiheit und unsere Sozialkontakte mussten wir nahe zu einstellen.

Shut down“

Bedeutet herunterfahren…..herunterfahren heißt aber nicht stehen bleiben!!
Herunterfahren heißt einen Gang zurückschalten, langsamer werden….besonnen sein!

Mir ist es wichtig geworden genau diesen Unterschied zu erkennen und zu benennen.
Denn stehen bleiben heißt aufgeben und aufgeben bedeutet was aus der Hand zu geben…..nicht mehr weiter zu machen!!
So nach dem Motto „wer rastet, der rostet“!
Der,der stehen bleibt, setzt sich den gegebenen Umständen und Einflüssen aus….. ohne Wehr!!
Aber wir sollen nur langsamer werden….bewusster werden….den das Leben geht weiter….

Leben heißt Bewegung…...Bewegung heißt Begegnung….Begegnung sind Sozialkontakte 
und Sozialkontakte sind Leben.

Aber wie können wir flexibel bleiben trotz Bewegungseinschränkung??
Wie kann ich meinen Bewegungsumfang erhalten bzw. erweitern trotz Einschränkung??
Wie kann ich Begegnung leben ohne Kontakt????

Für ein Gelenk ist der volle Bewegungsumfang wichtig, damit sich das Gelenk an jegliche Belastung anpassen kann.
Ein Gelenk, dass den vollen Bewegungsumfang hat, ist gut durchblutet und geschmeidig. Die gute Durchblutung fördert die Diffusion im Knorpel. 
Der Knorpel wird mit Nährstoffen versorgt. Das Gelenk ist beweglich und kann großer Belastung stand halten. 
Das Verletzungsrisiko sinkt!! Das Gelenk ist intakt!!

Um den vollen Bewegungsumfang bei einem Gelenk zur erreichen, müssen alle Strukturen
(Muskel, Sehnen Bänder, Faszien….) um das Gelenk berücksichtigt werden….
Und hier kann ich schon richtig viel auf „kleinstem Raum“ erreichen……zum Beispiel…..

* die Faszien und Muskeln dehnen
* die Muskeln kräftigen mit einem Wohnzimmerworkout
* die Propriorezeptoren trainieren mir einfachen Gleichgewichtsübungen.


Aber wie kann ich meine Begegnungen leben, wie kann ich meine „Durchblutung“ fördern..
* wenn ich im 2. Gang durch das Leben muss
* wenn Face to Face ausfällt
* wenn ich meinen Bewegungsradius so massiv einschränken muss
* wenn all das wegbricht, was ich zum leben brauche...

Genauso wie bei dem Gelenk, muss alles was mich ausmacht „trainiert“ werden …. und ein Teil davon sind meine Kontakt und die möchte ich weiter leben….….
Und das geht auch auf „kleinstem Raum“…..;)

* mit Whatsapp und den vielen kleinen Nachrichten die mich erreichen…und die ich verschicken kann.
* mit einem simplen Anruf…..
* mit einem Meeting über Videochat, in dem ich alle live und in echt sehen kann.
* mit einem Spaziergang zu zweit….
* mit der Familie zum gemeinsamen Essen
* mit den vielen wunderbaren Online- Gottesdiensten, die mir Mut machen.
* mit der Einladung auf die liebevolle selbst gestalteten Webseite von Mutter und Tochter...einfach genial :)

Ihr,meine Kontakte seid mir eine Inspiration, ihr fördert meine „Durchblutung“…..

Meine liebe Familie, meine Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen, es ist toll mit Euch auf kleinstem Raum zu kommunizieren!
Und es ist einfach Spitze was Möglich ist..………………Danke das es Euch gibt…..:)

Um mich jegliche Belastung anpassen zu können und standhaft zu bleiben, ist eine weitere Quelle mein Glaube…...mein Wissen es passiert nichts, was ich nicht verkraften kann…..Danke für diese Zusage…:)
Dazu ein paar Gedichtzeilen:
💬
(Arno Pötzsch hat diese Zeilen geschrieben, als er 1941 als Marinepfarrer in Holland stationiert war. )

Du kannst nicht tiefer fallen
als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen
barmherzig ausgespannt.

Es münden alle Pfade
durch Schicksal, Schuld und Tod
doch ein in Gottes Gnade
trotz aller unsrer Not.
Wir sind von Gott umgeben
auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben
und sein in Ewigkeit. (EG 533)
Für mich heißt das übersetzt: Egal was passiert ....

* ich bleibe in Gottes Hand und er bietet seine Hand jedem von uns an! Ich darf zugreifen!
* jeder Weg und über jedem Schicksal steht Gottes Gnade! Ich darf sie annehmen!
* Gott ist im Hier und Jetzt ….und in der Ewigkeit! Ich darf glauben und sein!


Diese Zusage senkt mein Verletzungsrisiko……
Diese Vernetzung mit Euch erhält meinen Bewegungsumfang…..


💪Hier ein paar Dehnungen, die Deine Beweglichkeit erhalten….


1. Dehnung: Hand in Schulterhöhe, Schrittstellung, Arm gestreckt, von der Wand wegdrehen.

2. Dehnung: Schrittstellung, Becken kippen,Gewicht auf das vordere Bein verlagern.

3. Dehnung: Beine anwinkeln und sich gerade über das Knie legen

4. Dehnung: Beine anwinkeln wie bei 3., sich aber dann seitlich wegdrehen

5. Dehnung: "lange Rutschbahn" , Po bleibt in der Luft, Brustbein Richtung Boden bringen
Viel Spaß! Beim dehnen auf kleinstem Raum 😉


Mittwoch, 19. Februar 2020

Der rote Faden mit Knoten


Glaubst Du an Wunder??

Das Laufen bringt mich zum nachdenken und bei meiner heutigen Runde, musste ich an eine Frau denken, die auf Heilung hofft und die auf ein Wunder wartet….
Aber es passiert einfach nichts!!!
Tage, Monate und Jahre ziehen dahin, die Veränderung/ das Wunder bleibt aus.

Ich glaube, dass es heute noch Wunder gibt. Hört man nicht immer wieder von Berichten, wo das Unmögliche wahr wird? Sachen und Ereignisse passieren, die den menschlichen Verstand übersteigen.
Ich bin überzeugt, da greift Gott mal so richtig ein…..und macht das Unmögliche möglich.
Ganz nach dem Bibelvers „Den bei Gott ist kein Ding unmöglich“ Lukas 1,37
Aber warum nicht bei dieser Frau?
Ich überlege ...auch bei mir hat sich noch nie so ein spektakuläres Wunder eingestellt, wo Gott so richtig sichtbar wurde….oder doch???

Wenn ich auf meinen Lebensweg zurückschaue, sehe ich wie sich ein roter Faden mit Knoten durch mein Leben schlängelt. An manchen Stellen ist der Knoten größer an manchen Stellen ist er kleiner und wenn ich mir diese Lebensknoten einmal genauer anschaue…..sehe ich die Wunder….
Dinge wurden möglich, die ich nicht in der Hand hatte…die ich nicht unbedingt beeinflussen konnte.
*Der Trost im Leid….das deutliche spüren von Gottes Umarmung im Moment der Trauer.
*Die Führung auf meinem Lebensweg…..obwohl ich eine andere Richtung eingeschlagen habe…….nun bin ich im Schwarzwald gelandet ;)
*Das unerwartet Geld, das wir so dringend für eine Zahlung brauchten.
*Der Schutz meiner Mädels…..und die achtsame Nachbarin…..
*Die berufliche Tür, die sich für meinen Mann öffnete, als ich dachte jetzt kann ich mich von unserem zu Hause verabschieden.
*Die berufliche Veränderung, die ich im richtigen Moment erleben durfte, als ich körperlich am Ende war.
*Meine Familie über die ich so unendlich dankbar bin.
*Meine 3 Mädels, die ich auf ihrem Lebensweg begleiten durfte und darf….
*Alle die kleinen Momente und Erlebnisse, die das Leben lebenswert machen.
*das ich trotz Muskelschmerzen meinen Sport machen kann.
*Das ich Vergebung erleben darf
*Und ist es nicht schon ein einziges Wunder, dass ich jeden Morgen in Freiheit und Frieden aufstehen darf……?
*...usw.
Ich glaube, dass diese scheinbar unbedeutenden Momente, meine Wunder sind……
Und genau das ist, was ich brauchte bzw. brauche, aber für andere unwichtig erscheinen.
Das ist mein Leben.
Und Jesus seine Wunder passieren immer dort wo die Menschen leben, in ihrem Alltag, in ihren Häusern….
Denken wir an den Bruder von Maria und Martha, den Jesus von den Toten auferweckte...zu Hause. (Johannes 11,38-44)
Denken wir an das Mädchen von Jairus, das gestorben ist und Jesus von den Toten auferweckte...zu Hause (Lukas 8, 49-56)
Denken wir an die Heilung des Dieners von dem Hauptmann aus Kapernaum….der lag zu Hause schwer krank…..und wurde gesund. (Matthäus 8,5-13)

Die Wunder geschehen dort, wo die Menschen Alltag leben.
Die Wunder gesehen dort, wo die Menschen zu Hause sind.

Die Wunder machen Gottes Liebe sichtbar….und sind sie noch so unscheinbar!
Schaue einmal genau in Dein Leben…….. wo sind deine Wunder?
Du wirst bestimmt einige entdecken!



Glaube ist das wichtigste, um Wunder zu erleben!

Was bedeutet Dir viel?

Mein größtes Wunder ist, dass Gott mich Tag für Tag begleite:)
Und das ich irgendwann am Ende meines Lebens den roten Faden mit seinen Knoten sehe und dankbar bin, dass ich jeden Tag Gott mit seinen Wunder erleben durfte!!




https://youtu.be/zVadKJ2LxN8
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Montag, 27. Januar 2020

Gute Vorsätze


Das Jahr neue Jahr ist 27 Tage alt…was ist noch von den Vorsätzen übrig, die du dir an Silvester gemacht hast??
Ich mache mir schon lange keine mehr, weil ich einfach nicht in der Lage bin die Vorsätze einzuhalten.
Wie oft wollte ich abnehmen und habe es nicht geschafft….
Wie oft wollte ich sportlicher werden und bin auf meinem Niveau hängen geblieben.
Wie oft wollte ich strebsamer werden und bin an mir gescheitert!
Wie oft wollte ich ordentlicher werden und versage schon bevor ich es umzusetzen kann.
Wie oft wollte ich barmherziger werden und bleibe doch hart.
Wir oft wollte ich geduldiger werden und flippe bereits bei der kleinsten Kleinigkeit aus!!
Wie oft wollte ich loben und habe doch geschwiegen!
Wie oft wollte ich helfen und habe nichts getan!
Wie oft wollte ich vergeben und habe es nicht ausgesprochen!
Wie oft habe ich jemand verletzt und bin einfach weitergegangen!
Wie oft wollte ich und scheiterte … :(

Ich möchte gute Angewohnheiten haben, aber stattdessen schreie ich meine Kinder an, esse zu viel, lass den Sport schleifen, bin ungerecht und ungeduldig, höre einfach nicht zu, bin egoistisch und mache Sachen die mir einfach nicht gut tun.

Wie also soll ich beginnen schlechte Gewohnheiten abzulegen und mir gute anzugewöhnen?
Gibt es da einen Plan...hat Jemand eine Idee? Mit Vorsätzen machen hat es ja nicht geklappt!!
Und was sind überhaupt schlechte Gewohnheiten???

Eine schlechte Angewohnheit ist für mich ein negatives Verhaltensmuster und ein negatives Verhaltensmuster definiert jeder anders für sich.
Ich persönlich habe mir überlegt eine schlechte Angewohnheit tut mir nicht gut.
Sie tut mir körperlich nicht gut (Bsp. Zu lange einseitig am Sofa rumliegen, davon bekomme ich einen steifen Nacken) oder sie tut mir seelisch nicht gut. (Bsp. Ich werde unzufrieden, gemein, bekomme ein schlechtes Gewissen oder werde gar depressiv).

Also was tun???????????????????????????????????????

So einfach ist das nicht schlechte Gewohnheiten abzulegen und einfach durch gute, neue Gewohnheiten zu ersetzen. Ich habe gehört, dafür braucht man viele Tage.
In der Literatur spricht man von 60-80 Tagen bis sich eine gute Gewohnheit im Alltag impliziert hat. 
Und sich eine schlechte ab zu gewöhnen dauert noch länger!

Ich habe für mich herausgefunden, dass ich dann immer scheitere, wenn mein verdrehtes Ichbewusstsein meine Erfolge sabotiert. Dann falle ich immer wieder in meine alten Muster zurück und schaffe es einfach nicht mein „Gutes“, meine Vorsätze zur Gewohnheit werden zu lassen und mein „Schlechtes“ abzulegen.
Meine Vorsätze und Pläne scheitern immer an dem Tun und an dem Druck den ich mir selber mache…ich will das schaffen, ich will das hinbekommen.
Aber was ist dann, wenn ich scheitere und das nicht hin bekomme?
Dann ist der Frust riesengroß und mein Selbstbewusstsein hat einen Knacks bekommen.
Ich mache mich fertig.
Klar, ich bekomme das natürlich nicht hin. Ich habe mal wieder versagt…so ist das auf jeden Fall bei mir!
Ich weiß nicht wie das bei euch läuft, aber für mich war das ein großer Kampf!!

Dann habe ich für mich herausgefunden, ich muss erst mal kapieren wer ich bin und was mich ausmacht!! Ich muss verstehen, dass ich mich nicht ausschließlich über Leistung definieren brauche.

Was ist meine Identität?

Und ich weiß nicht wie es euch geht, aber für mich war das eine Hammer Erfahrung als ich verstanden habe, dass Gott mich liebt und er es absolut gut mit mir meint!!

Dieser Aspekt hat mir geholfen ein gesundes Ichbewusstsein zu entwickeln.
Um zu verstehen, wenn ich scheitere, wenn ich es nicht hin bekomme, darf ich immer wieder zu Gott kommen. Wenn ich versage, wenn ich andere Menschen verletzte, darf ich immer wieder zu Gott kommen und Vergebung erfahren!!
Wenn ich scheitere, macht das nicht meinen Wert aus.
Dann brauche ich diesen Sätzen...“ich werde immer so bleiben“ oder „Ich bekomme das eh nicht hin“ nicht mehr glauben. Das sind nicht mehr meine Wahrheiten!

Ich darf mich annehmen und ich darf mich verändern, ich darf wachsen. 
Denn ich habe einen Unterstützer, der geduldig mit mir geht.

Nimm Dir einmal Zeit darüber nach zu denken.

Wir dürfen das „WER bin ich“ vor das Tun setzten.
Mit dem Wissen wer bin ich und mit dem Wissen ich darf scheitern…kann ich mich auf machen kleine positive Gewohnheiten in meinem Alltag zu leben.

Da ist das Lob das ich einsetzen kann, um Jemanden Mut zu machen.
Da ist das Kompliment das ich anbringen kann, um Jemand zum Lächeln zu bringen.
Da ist die Annahme, um nicht-ständig-abnehmen-zu-wollen.
Da ist der Spaziergang mit meinem Partner, der uns einfach gut tut.
Da ist die einfache Gymnastikübung, die die Schulter lockert.
Da ist ein Moment Innehalten, der mich zu Ruhe bringt.
Da ist die gemeinsame Challenge, die mich motiviert dran zu bleiben.
Da ist das Wandern, das meine Gedanken sortiert.
Da ist das Gebet, das mich verändert.
Da ist das Entschuldigung-sagen, das mich versöhnt.
Das ist das sich-bewusst-werden, das mir Zeit und Raum gibt.
Das ist das Gebet, das die Quelle für mich ist.

Kleine, konsequent durchgeführte Schritte führen mit der Zeit zu guten Resultaten.
Auf die kleinen Veränderungen und Erfolge kommt es an. Die fördern die guten Gewohnheiten.
Denn diese vielen kleinen Erfolge, die du an jedem Tag erringen kannst, sind wichtige kleine Siege, um eine positive Gewohnheit in den Alltag zu implizieren.

Ich möchte Dich auffordern kleine positive Dinge in Deinem Alltag zu leben.
Heute schon ein Kompliment gemacht…...oder ein Lächeln verschenkt?

Ich möchte Dich aber auch herausfordern etwas für Deinen Körper zu tun…..
Wie wär den das, wenn Du jeden Tag bis Ostern...
25 Kniebeugen…..25 Bauchmuskelübungen und 25 „kurze“ Liegestützen machst?
Probiere es aus und Du wirst Staunen wie Dein Körper sich verändert!!



Kniebeuge 

Bauchmuskelübung mit Katze im Hintergrund ;)

Liegestütze mit angewinkelten Knien