Standhalten…..
nicht
aufgeben, durchhalten, beharrlich bleiben, konsequent sein, tapfer,
unbeirrt, unnachgiebig, zäh und willensstark sein…….das sind
Eigenschaften, die eher an Durchhalteparolen erinnern als an meinen
Alltag.
Und
doch haben gerade jetzt diese Eigenschaften ganz viel mit mir und
meinem ganz „normalen“ Leben zu tun.
Müssen
wir nicht alle irgendwie durchhalten?
Beim
Laufen oder beim Rad fahren halte ich durch. Bei optimalen
Bedingungen kein Problem. Ich möchte ans Ziel kommen. Ich habe
trainiert und ich weiß was ich schaffen kann!!
Aber
was ist, wenn es nicht normal läuft?
Wenn
beispielsweise ein Sturm aufkommt und ich gegen den Wind laufen oder
radeln muss?
Dann
wird es richtig anstrengend! Ich muss deutlich mehr Muskelkraft
aufwenden, um vorwärts zu kommen. Gleichzeitig wird mein Körper
unbewusst alle Register ziehen, damit ich Sicher gegen den Sturm
ankomme und nicht hinfalle.
Da
stellt sich dann die Frage:“ Reicht meine Kraft aus, um an das Ziel
zu kommen?“
Das
Gute an den Stürmen und Lebens-stürmen ist, sie kommen und gehen……
Sie
dauern nicht ewig!!! Und auf jedes Tief folgt ein Hoch.
Gerade
in so einem „Sturmtief“ ist es gut, ...
… wenn
ich standhaft bin, durchhalten und beharrlich bleibe.
… wenn
ich zäh, stark und konsequent dem Sturm entgegen trete.
… wenn
ich mich nicht wie ein Blatt im Wind hin und her peitschen lasse,
sondern
ich mich auf das besinne was wichtig ist und mir Kraft gibt.
In
so einem Sturm macht es wenig Sinn, auf einem Bein zu stehen und
quasi mit kleiner Standfläche zu glauben ...ich schaffe das ...mich
haut so schnell nichts um….und Schwupps kommt die nächste Böe…..
Im
Sturm stelle ich mich fest auf beide Beine….ich versuche die
Standfläche zu vergrößern.
Genauso
ist das doch in dieser Krise! Ich sollte mir Standfläche schaffen
und genau das trainieren, was unter diesen extremen Bedingungen am
meisten beansprucht wird.
Beim
Laufen im Sturm oder auf unebenen Boden wird das Gleichgewicht, oder
wie es in der Fachsprache heißt der propriorezeptive Sinn*, am
meisten beansprucht.
Um
Sicher durch den nächsten Sturm zu kommen, kann ich das
Gleichgewicht richtig gut schulen und trainieren.**
Aber
was ist mit meinen Geist, mit meiner Seele und mit meinen Verstand?
Wie
kann ich den trainieren? Worauf lege ich meinen Focus?
-
Bei den vielen Meinungen, Theorie und News, die auf mich
einströmen….woran kann ich mich orientieren?
-
Bei dem social-distancing…..wenn der Großteil der
Meinungsbildung nur noch im Netz statt findet und nicht von
Angesicht zu Angesicht?
Kann
ich überhaupt einschätzen was Lügen oder Halbwahrheiten sind?
Ich
frage mich ich, kann ich Anhand meines Wissen oder Nicht-wissen das
Ganze überhaupt objektive beurteilen?
Meist
beeinflusst mich in so einem Ausnahmezustand meine Gefühle und
Gedanken.
Diese
lassen mich auf „einem Bein“ stehen…..und können mich völlig
verwirren…
Genau,
dass schaffen diese ganzen Meldungen und Nachrichten aus dem Netz.
Jeder
hat eine Meinung dazu und jeder meint er hat Recht!
Das
alles verunsichert….….die verschiedenen News und Meinungsbilder
sprechen meine Gefühle an und schüren meine Ängste!
Diese
Nachrichten und das Nicht-hinterfragte-glauben, lassen mich auf einem
Bein stehen….
Meine
Stand wird wackelig. Ich treffe dann Entscheidungen oder lasse mich
von etwas beeinflussen, was völlig fragwürdig ist.
Das
ist wie ein Einbeinstand in einer Sturmböe…...meine
Standfestigkeit sinkt!!
Ich
weiß nicht, wie es euch geht......aber ich habe fest gestellt, meine
Gefühle sind ambivalent und geben mir keinen Halt... .….mein Umfeld,
kann mir nur bedingt Halt geben....….und für mein Leben gibt es
gar keine Sicherheit!
In
diesem Durcheinander, in dieser Unsicherheit gibt mir eine Geschichte
aus der Bibel Zuversicht:
“Da
rief Petrus ihm zu: „Herr wenn Du es wirklich bist, befiehl mir,
auf dem Wasser zu dir zu kommen“. „Dann komm“: sagte Jesus.
(Aus der Bibel aus Matthäus
14, 25-28)
Gegen
den Sturm, gegen seine Angst und auch gegen seine Zweifel hat Petrus
sich auf gemacht. Er ist über die Bordwand geklettert, hat seine
Füße nass gemacht und hat den unsicheren Untergrund betreten. Immer
fest seinen Blick auf Jesus geheftet.
Petrus
ist mir da ein großes Vorbild…..Er hat seinen Blick auf Jesus
gerichtet...egal was um hin herum passierte. Egal wie sehr der Sturm
tobte! Egal wie unsicher alles war!
Er
ist losgegangen, mit Blick auf Jesus.
Das
ist mein Training und meine Stand zu gleich…..nur wenn ich meinen
Focus auf das Wesentliche richte und das ist mein Glaube an Jesus,
nur dann habe ich Sicherheit, Gewissheit und Halt!!
Wie
ist das bei Dir? Worauf legst Du Deinen Focus?
Petrus
ist erst dann gesunken, als er den Blick von Jesus abwendetet und auf
den Sturm schaute!!!
Da bekam er aber mal so richtig Angst.
Da bekam er aber mal so richtig Angst.
Er
schrie verzweifelt, weil er merkt mit dem Blick auf den Sturm geht er
unter.
In
dieser Situation wartete Jesus nicht lange, er nahm Petrus an die
Hand und rettet ihn! ……….Was für ein Gott! 💓💓
Wo
schaust Du hin in dieser Krise?
Was
glaubst Du in dieser Krise?
Wer
beeinflusst Dich in dieser Krise?
Wie
lebst Du in dieser Krise?
💬
*Der
Propriozeptiver
Sinn:
Die
Propriozeption oder Tiefensensibilität wird oft auch “sechster Sinn”
genannt. Dieses Sinnessystem gewährleistet die Empfindung von Lage,
Haltung und Bewegungen des Körpers im
Raum. Propriozeptive Informationen
werden von mehreren Arten von Rezeptoren in Muskeln, Sehnen und
Gelenken geliefert. dasgehirn.info
Das
Gleichgewicht ist ganz wichtig für unseren Körper.
Wenn
wir auf
einem geraden Untergrund stehen,
wissen
wir unbewusst,
wie
unsere
Füße
auf dem Boden aufgesetzt
sind.
Die Rezeptoren senden die Informationen an das Gehirn weiter und melden
„Fuß auf dem Boden..Beschaffenheit eben“!
Bei
Unebenheiten oder bei starkem Wind muss das
ganze System reagieren und der
Gleichgewichtssinn balanciert den Körper im „Raum“ aus. Jede noch so kleine Veränderung muss verbessert werden.Sonst
würden wir stolpern oder sogar hinfallen.
Ein
gut geschulter Gleichgewichtssinn ist eine sehr gute Sturtzprophylaxe.
💪
**
Propriozeptives
Training :
1.![]() |
Einbeinstand- Knie im Standbein ist leicht gebeugt |
Einbeinstand. Ein Mitspieler kann die Schwierigkeit erhöhen, in dem er dir ein Ball zu wirft.
Mit offenen/geschlossenen Augen.(Das sollte möglichst in jedes Training integriert werden)
Variation:
![]() |
Auf labiler Unterlage |
2.
![]() |
Standbein ist leicht gebeugt im Knie |
Einbeinstand. Arme und Spielbein zu einem «Flugzeug» ausstrecken und den Körper ausbalancieren.
schwieriger
Ein Mitspieler sorgt für «Turbulenzen » und stößt leicht an Armen und Beinen.Variation:
![]() |
Auf labiler Unterlage |
Tipp:
Propriozeptives Training kann
man überall einbauen- Bsp. Im Einbeinstand Zähne putzen😉
![]() |
Einbeinstand ist überall möglich ;) |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen