Seiten

Montag, 27. Januar 2020

Gute Vorsätze


Das Jahr neue Jahr ist 27 Tage alt…was ist noch von den Vorsätzen übrig, die du dir an Silvester gemacht hast??
Ich mache mir schon lange keine mehr, weil ich einfach nicht in der Lage bin die Vorsätze einzuhalten.
Wie oft wollte ich abnehmen und habe es nicht geschafft….
Wie oft wollte ich sportlicher werden und bin auf meinem Niveau hängen geblieben.
Wie oft wollte ich strebsamer werden und bin an mir gescheitert!
Wie oft wollte ich ordentlicher werden und versage schon bevor ich es umzusetzen kann.
Wie oft wollte ich barmherziger werden und bleibe doch hart.
Wir oft wollte ich geduldiger werden und flippe bereits bei der kleinsten Kleinigkeit aus!!
Wie oft wollte ich loben und habe doch geschwiegen!
Wie oft wollte ich helfen und habe nichts getan!
Wie oft wollte ich vergeben und habe es nicht ausgesprochen!
Wie oft habe ich jemand verletzt und bin einfach weitergegangen!
Wie oft wollte ich und scheiterte … :(

Ich möchte gute Angewohnheiten haben, aber stattdessen schreie ich meine Kinder an, esse zu viel, lass den Sport schleifen, bin ungerecht und ungeduldig, höre einfach nicht zu, bin egoistisch und mache Sachen die mir einfach nicht gut tun.

Wie also soll ich beginnen schlechte Gewohnheiten abzulegen und mir gute anzugewöhnen?
Gibt es da einen Plan...hat Jemand eine Idee? Mit Vorsätzen machen hat es ja nicht geklappt!!
Und was sind überhaupt schlechte Gewohnheiten???

Eine schlechte Angewohnheit ist für mich ein negatives Verhaltensmuster und ein negatives Verhaltensmuster definiert jeder anders für sich.
Ich persönlich habe mir überlegt eine schlechte Angewohnheit tut mir nicht gut.
Sie tut mir körperlich nicht gut (Bsp. Zu lange einseitig am Sofa rumliegen, davon bekomme ich einen steifen Nacken) oder sie tut mir seelisch nicht gut. (Bsp. Ich werde unzufrieden, gemein, bekomme ein schlechtes Gewissen oder werde gar depressiv).

Also was tun???????????????????????????????????????

So einfach ist das nicht schlechte Gewohnheiten abzulegen und einfach durch gute, neue Gewohnheiten zu ersetzen. Ich habe gehört, dafür braucht man viele Tage.
In der Literatur spricht man von 60-80 Tagen bis sich eine gute Gewohnheit im Alltag impliziert hat. 
Und sich eine schlechte ab zu gewöhnen dauert noch länger!

Ich habe für mich herausgefunden, dass ich dann immer scheitere, wenn mein verdrehtes Ichbewusstsein meine Erfolge sabotiert. Dann falle ich immer wieder in meine alten Muster zurück und schaffe es einfach nicht mein „Gutes“, meine Vorsätze zur Gewohnheit werden zu lassen und mein „Schlechtes“ abzulegen.
Meine Vorsätze und Pläne scheitern immer an dem Tun und an dem Druck den ich mir selber mache…ich will das schaffen, ich will das hinbekommen.
Aber was ist dann, wenn ich scheitere und das nicht hin bekomme?
Dann ist der Frust riesengroß und mein Selbstbewusstsein hat einen Knacks bekommen.
Ich mache mich fertig.
Klar, ich bekomme das natürlich nicht hin. Ich habe mal wieder versagt…so ist das auf jeden Fall bei mir!
Ich weiß nicht wie das bei euch läuft, aber für mich war das ein großer Kampf!!

Dann habe ich für mich herausgefunden, ich muss erst mal kapieren wer ich bin und was mich ausmacht!! Ich muss verstehen, dass ich mich nicht ausschließlich über Leistung definieren brauche.

Was ist meine Identität?

Und ich weiß nicht wie es euch geht, aber für mich war das eine Hammer Erfahrung als ich verstanden habe, dass Gott mich liebt und er es absolut gut mit mir meint!!

Dieser Aspekt hat mir geholfen ein gesundes Ichbewusstsein zu entwickeln.
Um zu verstehen, wenn ich scheitere, wenn ich es nicht hin bekomme, darf ich immer wieder zu Gott kommen. Wenn ich versage, wenn ich andere Menschen verletzte, darf ich immer wieder zu Gott kommen und Vergebung erfahren!!
Wenn ich scheitere, macht das nicht meinen Wert aus.
Dann brauche ich diesen Sätzen...“ich werde immer so bleiben“ oder „Ich bekomme das eh nicht hin“ nicht mehr glauben. Das sind nicht mehr meine Wahrheiten!

Ich darf mich annehmen und ich darf mich verändern, ich darf wachsen. 
Denn ich habe einen Unterstützer, der geduldig mit mir geht.

Nimm Dir einmal Zeit darüber nach zu denken.

Wir dürfen das „WER bin ich“ vor das Tun setzten.
Mit dem Wissen wer bin ich und mit dem Wissen ich darf scheitern…kann ich mich auf machen kleine positive Gewohnheiten in meinem Alltag zu leben.

Da ist das Lob das ich einsetzen kann, um Jemanden Mut zu machen.
Da ist das Kompliment das ich anbringen kann, um Jemand zum Lächeln zu bringen.
Da ist die Annahme, um nicht-ständig-abnehmen-zu-wollen.
Da ist der Spaziergang mit meinem Partner, der uns einfach gut tut.
Da ist die einfache Gymnastikübung, die die Schulter lockert.
Da ist ein Moment Innehalten, der mich zu Ruhe bringt.
Da ist die gemeinsame Challenge, die mich motiviert dran zu bleiben.
Da ist das Wandern, das meine Gedanken sortiert.
Da ist das Gebet, das mich verändert.
Da ist das Entschuldigung-sagen, das mich versöhnt.
Das ist das sich-bewusst-werden, das mir Zeit und Raum gibt.
Das ist das Gebet, das die Quelle für mich ist.

Kleine, konsequent durchgeführte Schritte führen mit der Zeit zu guten Resultaten.
Auf die kleinen Veränderungen und Erfolge kommt es an. Die fördern die guten Gewohnheiten.
Denn diese vielen kleinen Erfolge, die du an jedem Tag erringen kannst, sind wichtige kleine Siege, um eine positive Gewohnheit in den Alltag zu implizieren.

Ich möchte Dich auffordern kleine positive Dinge in Deinem Alltag zu leben.
Heute schon ein Kompliment gemacht…...oder ein Lächeln verschenkt?

Ich möchte Dich aber auch herausfordern etwas für Deinen Körper zu tun…..
Wie wär den das, wenn Du jeden Tag bis Ostern...
25 Kniebeugen…..25 Bauchmuskelübungen und 25 „kurze“ Liegestützen machst?
Probiere es aus und Du wirst Staunen wie Dein Körper sich verändert!!



Kniebeuge 

Bauchmuskelübung mit Katze im Hintergrund ;)

Liegestütze mit angewinkelten Knien




Montag, 30. Dezember 2019

Ist Weihnachten „Nichtstun“…???


Advent, Ankommen, Ausruhen; Backen, Bethlehem, Christstollen und CHRISTBAUM,
Duft, Dekorieren, Engel, Essen; Feiern, Friede und FAMILIE;
Geschenke, Gemeinsam; Heimat, Hirten, Himmel; Innig, Innehalten, Jeder und JESUS;
Kerze, Kugel, Krippe; Liebe, Licht; Miteinander, Musik; Nacht und NICHT ALLEIN;
Orangen, Orgel; Papierstern, Pause und QUELLE DES GLAUBENS;
Rauch, Reif, Ruhe; Stern, Schlemmen; Tannenzweig, Teelicht; Ungeduld und UHR
Viel Zuviel, Vergangenheit,Vorfreude und VERBUNDENHEIT;
Weihnachtsmann, Wärme, X-mas time, Xylophon,Ysop*, Zuhause und ZUFRIEDENHEIT.

Weihnachten liegt hinter mir und ein Satz aus meinem Adventskalender schwingt noch in meinen Ohren:
„Können Sie beim Nichtstun, nichts tun…...“

Ich sitze neben meinem schön geschmückten Weihnachtsbaum und denke über diese Worte und Weihnachten nach.
3 Tage Ausnahmezustand, 3 Tage „Nichtstun“ liegen hinter mir.

Wenn ich auf meine Liste und Weihnachten schaue, ist Weihnachten weit vom „Nichtstun“ entfernt….und doch habe ich das Gefühl es war sehr anstrengend, aber geleistet habe ich nichts!!!!
Warum dieser Gedanke??

Im Sport ist die Regenerationszeit für den Körper sehr wichtig. In der Ruhephase erholt sich die Muskulatur und Muskelwachstum kann beginnen….
Genauso wichtig ist es die Regenerationszeit für unsere Beziehungen…..

Vielleicht ist das „Nichtstun“ an Weihnachten mal nicht Alltag zu leben für meine Beziehungen…..
Vielleicht ist es wichtig, dass wir uns außerhalb unserem hektischen Alltag treffen und Gemeinschaft pflegen.
Ist das nicht Regeneration für unsere Beziehungen?
Ist das nicht die große Chance unsere Beziehungen auf Reset zu stellen und gemeinsam neu wachsen zu dürfen?
Und wo ist es am einfachsten Gemeinschaft zu pflegen?
Am Tisch. Beim Essen und Trinken, beim gemeinsamen schlemmen und genießen!!

Ich glaube gerade an Weihnachten ist es einfach nur gut, sich diese Art der Auszeit zugönnen.
Es ist eine Chance, das unsere Beziehung regenerieren.
Es ist wichtig….
… dass wir aufeinander zu gehen.
… dass wir uns zu hören.
… dass wir miteinander reden.
… dass wir miteinander feiern.

Schließlich feiern wir Weihnachten, die Geburt Jesus.
Jesus war diese Gemeinschaft so wertvoll.  Er traf sich gerne mit seinen Mitmenschen bei Tisch.
Zum Essen und Trinken.
Zum reden und zum zu hören, zum lachen und fröhlich sein.
Das ist der Platz zum gemeinsamen „Nichtstun“……
Dieser Moment des Nichtstun ist Regenerationszeit für meine Beziehungen und Freundschaften.
Hier können Verletzungen heilen und Neues darf wachsen.

So wie mein Körper nach dem Training eine Regenerationszeit und eine Erholungszeit braucht, haben auch meine Beziehungen eine Regeneration nach dem streßigem Alltag nötig!!

Und ist das nicht die wichtigste und schönste Form der Regeneration*….?
Und dann darf es von allem ein bisschen mehr sein;)
Und dann ist die Anstrengung in das "Nichtstun" einfach richtig investiert:)

Raclette.....gemeinsames " Nichtstun";)




*Regenerationszeit:
Nach vorausgegangener Belastung braucht der Körper Zeit um sich zu erholen.
In der Zeit der Regeneration repariert und optimiert sich der Körper. D.h. die Energievorräte werden wieder aufgefüllt und die Muskulatur beginnt zu wachsen. Bei erneuter Belastung ist dann der Körper in der Lage volle Leistung bzw. höher Leistung zu erbringen.
Genauso wichtig wie das Training ist, ist die Regeneration. Leider vergessen wir das allzu oft! 


*Ysop (ausgesprochen wie Isop) wird alternativ auch als Eisenkraut, Eisop, Eisewig, Bienenkraut und Hizopf bezeichnet. Seine Vielzahl an Namen weist darauf hin, dass es sich beim Ysop um ein weit verbreitetes und seit alters her bekanntes Würz- und Heilkraut handelt. Tatsächlich wird Ysop bereits in der Bibel erwähnt und wurde schon von Hippokrates und anderen Ärzten der Antike als Arzneipflanze verwendet.
Ysop gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler und ist mit Lavendel, Rosmarin, Salbei und Thymian verwandt.
Ysop ist leicht entzündungshemmend und hat krampflösende Eigenschaften.

Mittwoch, 27. November 2019

Auf den Felgen laufen



Barfuß stehe ich neben meiner Freundin. Ich erzähle ihr von meiner Wanderung und wie auf mysteriöserweise mein Zehnagel von oben blau geworden ist. 
Ich kann es mir einfach nicht erklären, meine Schuhe sind doch groß genug und super bequem.
Ihr Blick wandert zu meinen Füßen und sie sagt ganz trocken zu mir : „Ist ja kein Wunder, du läufst auf den Felgen. Schau Dir doch Dein Vorfuß mal an, wie platt der auf dem Boden liegt!“
„Und je platter der Fuß auf dem Boden liegt und je mehr Belastung auf dem Vorfuß ist, je mehr drückt es die Zehen nach oben.“
Ganz einfache Physik.
Nachdenklich richte ich meinen Blick ebenfalls auf meinen Fuß ….

Da stehe ich… mir fällt zum ersten Mal so richtig auf, dass ich volle Belastung auf dem Vorfuß habe, mein Fuß ist richtig breit….wie ein Entenfuß :(
Meine Freundin hat recht!!

Fußgewölbe?? Kaum vorhanden!! Schmerzen habe ich keine... noch keine, aber ich nehme Kollateralschäden in Kauf. Obwohl ich bereits auf den Felgen laufe, laufe ich weiter.
Treibe meinen Körper zu Höchstleistung an.
Was mute ich mir und meinem Körper eigentlich zu??

Das stellt sich mir auch die Frage:

Wie gehe ich mit mir um?
Wenn ich Tag für Tag durch mein Leben ziehe ….
wenn einen Termin den anderen jagt…
wenn ich trotz Müdigkeit weiter „gehe“???

Was mute ich mir zu….
wenn mein Körper die ersten Signale sendet…..Pause benötigt…..
oder wenn mein Körper blaue Flecken bekommt und ich trotzdem weiter mache…...ja was mute ich mir da eigentlich zu ?!

Höre ich in mich rein...halte ich mal inne und überlege mir, was brauche ich …..was stärkt mich ….was gibt mir Kraft oder....was gibt mir Halt???

Bisher? Fehlanzeige !!!……. ich mache weiter….schließlich halten Felgen auch so einiges aus….auch wenn es nicht mehr rund läuft, das Rad/ die Felge dreht sich immer weiter!!
Folgeschäden noch nicht in Sicht…... momentan noch sehr weit weg und doch werden sie kommen! Mein Verstand kennt die Konsequenz für dieses Verhalten…. mit meinem Fachwissen weis ich, was auf meinen Fuß zu kommt.
Genauso wie das Rad einen Achter bekommt, bekommt mein Fuß einen Achter!!
(10 Jahre so weiter, dann habe ich einen beginnenden Hallux vallgus*….und dass schränkt ein!!)

Genauso weis ich im Alltag, wenn ich nicht für mich sorge, wenn ich immer weiter mache, wenn ich über meine Grenzen gehe, bekomme ich einen „Achter.“
Ich brauche eine Kraftquelle…..ich brauche etwas, dass mich täglich stärkt und mir die nötige Kraft gibt, um weiter zu machen…. Ich brauche etwas um keine irreparablen Schäden zu bekommen!!!

Mein Fuß braucht ein Trainingsprogramm ; ) Mein Körper braucht Achtsamkeit.
Meine Seele braucht Halt!

Und Was brauchst Du ?



* Hallus Vallgus: Ist eine Fehlstellung des Großzehengrundgelenks. Die Großzehe weicht dabei nach außen ab und nicht selten entsteht eine Reizung bzw. Entzündung im Gelenk.

Warum ist es so wichtig das Fußgewölbe zu trainieren:

Die Aufgaben des Fußes sind sehr vielfältig. Zum einen ist er unser Fundament er trägt und federt unser ganzes Gewicht ab.
Und zum anderen dient er zur Fortbewegung und hält jeglicher Belastung stand.

Das Wunderwerk Fuß besteht aus 28 Knochen. Durch die unterschiedlichen Gelenke( oberes Sprunggelenk, unteres Sprunggelenk, Mittelfußgelenke und Zehengrundgelenk) ist die Gelenkigkeit und Beweglichkeit garantiert.
Die Muskelgruppen (Waden- und Schienbeinmuskeln, Fußsohlenmuskeln und tiefe Ballenmuskeln) sind für das aktive Zusammenspiel verantwortlich.

Durch die vielfältigen Aufgaben und die hohe Belastung ist es wichtig den Fuß zu trainieren und zu pflegen.
Ein gut trainierter Fuß dient auch zur Sturzprophylaxe.

Hier ein paar Übungen:


Vorfuß entspannt!
Vorfußgewölbe angespannt!


Ansicht von oben...entspannt (mit blauem Zeh)
Ansicht von oben....Vorfuß anspannen,
ohne die Zehen in den Boden zu krallen!!


Dehnung vom Fußgewölbe

Fußgewölbe punktuell massieren mit halben Tennisball
 bei gleichzeitiger Arbeit am Schreibtisch
Mit der Faszienrolle das Fußgewölbe abrollen

     
Kräftigung  der Fußmuskeln
Zehenstand
Kräftigung der Fußmuskeln
und Schulung der Sensomotorik..
Der Einbeinstand!
                




Dienstag, 8. Oktober 2019

Seelenland



Ein Tag im Sommer….

Es ist noch früh am Morgen, die Sonne kommt so langsam über die Bergspitzen und ich habe mich mit dem Rad auf den Weg gemacht.
Der Fahrtwind bläst mir in das Gesicht und vertreibt meine letzte Müdigkeit.
Der Wind streicht über meine Haut, so ganz leicht fröstelt es mich noch….aber es tut mir gut, ich spüre mich!!
So zwischen den Bäumen drücken sich die ersten Sonnenstrahlen durch und berühren meine kalte Haut und im gleichen Augenblick spüre ich die Wärme …..kennst Du dieses herrliche Gefühl, wenn die Sonne sich auf Deiner kalten Haut ausbreitet und Dich wärmt ????
Durch das Fahren auf dem Rad und das Morgendliche Schattenspiel, war dieser positive Effekt natürlich nur kurz…...oder besser gesagt er kam und ging.
Und mein Rücken blieb kalt, dort kam keine Sonne hin….

Die Stellen, die die Sonne berührte, waren wunderschön…..so voller Leben, Wärme und Energie (kleine Insekten tummelten sich in ihren Strahlen). Dort wo die Sonne nicht hin kam, war es schattig und kalt……

Bei dieser Fahrt im Schattenspiel kam mir dieses Lied in den Sinn „ Herr, das Licht deiner Liebe leuchtet auf, strahlt in mitten der Finsternis für mich auf…...“( ein Kirchenlied aus meiner Kindheit)

Und dann habe ich mir überlegt wie ist das mit Jesus und seinem Licht????
Es heißt ja ER ist das Licht der Welt.

Brauche ich nicht dieses Licht tagtäglich zum Leben? Wie viel von diesem Licht lasse ich in mein Leben hinein….??? Wie viel von diesem Licht lasse ich in meine Seele scheinen???
Das stimmte mich doch sehr nachdenklich…..ist es nicht manchmal so, dass ich diesem Licht in meiner Seele nicht genug Raum gebe??
Das manche Stellen in meiner Seele nicht beleuchtet werden?? Und immer noch im Schatten liegen ??
Die Schatten in meiner Seele sind ganz düster, schwarz und kalt…...kein Lebewesen möchte sich in dieser Region aufhalten!!! Kein positiver Gedanke möchte sich in diesem Seelenabschnitt breit machen….und ich möchte mich auf keinen Fall mit diesem Teil meines Herzens auseinander setzten…..das würde bedeuten ich muss mich dieser Dunkelheit stellen. Ich muss das Licht in meinen „Seelenschatten“ lassen und dass ist schmerzhaft…...

Weitere Liedzeilen sprachen mir in mein Herz…..“mach mich frei durch die Wahrheit, die jetzt anbricht!!“
Dazu schob sich ein Bibelvers in meine Gedanken
„Nicht die Gesunden brauchen den Arzt…..Lukas 5,31-32
Sondern ich brauche den Arzt…...meine Seele braucht den Arzt….
Ich, die mit den Schatten auf ihrer Seele….ich, die mit den dunklen, schwarzen Flecken im Herzen braucht den Arzt…..braucht das Licht.
„Durch dein Blut kann ich vor dir stehen….Prüfe mich Herr, lass mein Dunkel vergehen...“ heißt es dann weiter im Text.
Ja, Herr durch deinen Schritt auf mich zu, durch dein Sterben am Kreuz kann ich Vergebung finden. Kann ich mich meinem Schatten stellen.
Und im nächsten Moment hatte ich doch das Bedürfnis zu beten….
Prüfe Du mich Herr, gebe mir die richtigen Gedanken, mich zu reflektieren, mich meiner größten Not zu stellen, mich in dein Licht zu stellen…..und dein Licht ist Lebensbejahend und nicht vernichtend!!

Jesus seine Strahlen der Liebe und Vergebung trafen auf meine Schatten. Genau auf die, die ich schon sooo ewig festhalte. Genau auf die, die besonders schmerzhaft sind.
Ich machte ein kleine Pause...so konnte ich nicht weiter fahren…..ich musste nachdenken….und tief im Wald auf einer kleinen Brücke….ließ ich Jesus mein Licht sein….Prüfe mich Herr lass mein Dunkel vergehen!!!!
Und einfach so streichelten die Sonnenstrahlen meine Seele und eine wohltuende Wärme breitet sich aus…..die Dunkelheit weichte dem Licht, der Wärme
„Fließ Gnadenstrom, überflute mein „Seelenland“ mit Liebe…...“
Kennst Du das, diese Wärme in Deiner Seele ??

Wenn nicht lass DICH darauf ein...mach Dich auf….lass in allen Winkel Deiner Seele Jesus Dein Licht sein…...


Ein Sonnenstrahl....

...durchbricht die Dunkelheit

Die Sonne setzt sich durch !!

Pause....

...auf der kleinen Steinbrücke



Shine Jesus Shine von Graham Kendrick


Herr das Licht deiner Liebe leuchtet auf,
strahlt in mitten der Finsternis für uns auf.
Jesus du Licht der Welt, sende uns dein Licht!
Mach uns frei durch die Wahrheit, die jetzt anbricht!
Sei mein Licht, sei mein Licht!
Refrain:
Jesus, dein Licht- füll dies Land mit des Vaters Ehre!
Komm, Heil'ger Geist, setz die Herzen in Brand!
Fließ Gnadenstrom, überflute dies Land mit Liebe,
sende dein Wort, Herr, dein Licht strahle auf!

2. Herr, voll Ehrfurcht komm’ ich zu deinem Thron,
aus dem Dunkel ins Licht des Gottessohns.
Durch dein Blut kann ich nun vor dir stehen.
Prüf’ mich, Herr, lass mein Dunkel vergehen,
sei mein Licht, sei mein Licht!
Refrain:
Jesus, dein Licht- füll dies Land mit des Vaters Ehre!
Komm, Heil'ger Geist, setz die Herzen in Brand!
Fließ Gnadenstrom, überflute dies Land mit Liebe,
sende dein Wort, Herr, dein Licht strahle auf!

3. Schaun wir, König, zu deinem Glanze auf,
dann strahlt dein Bild auf unserm Antlitz auf,
du hast Gnade um Gnade gegeben,
dich widerspiegelnd erzähl’ unser Leben
von deinem Licht, von deinem Licht!
Refrain:
Jesus, dein Licht- füll dies Land mit des Vaters Ehre!
Komm, Heil'ger Geist, setz die Herzen in Brand!
Fließ Gnadenstrom, überflute dies Land mit Liebe,
sende dein Wort, Herr, dein Licht strahle auf!





Mittwoch, 18. September 2019

Gemeinsam unterwegs




Gemeinsam stehen wir auf dem Parkplatz….einige schnüren noch Ihre Wanderstiefel, ein paar trinken noch Kaffee und der ein oder andere ist noch mit seinem Rucksack beschäftigt.
Wir wollen los….eine Wanderung Berg hoch - Berg runter quer durch den Südschwarzwald.
Endlich sind alle Schuhe an, die Rucksäcke gepackt...der Kaffee getrunken, es kann los gehen.
Wir laufen los, fröhlich schwatzend und etwas übermütig machen wir unsere ersten Meter. Witze werden gemacht, die Stimmung ist beschwingt...laufen, lachen es fühlt sich gut an.

16-20 km Weg liegen vor uns, je nachdem welche Runde wir laufen möchten….aber dass entscheiden wir später als Gruppe ....wenn wir wissen was auf uns zu kommt...;)

Mittlerweile sind einige Kilometer geschafft….Reih um läuft jeder mal mit jedem, manche Gespräche nehmen an Ernsthaftigkeit zu, manche bleiben locker und lustig.

Ein Abstieg steht an, der breite Wanderweg verengt sich...wir müssen einzeln, hinter- einander hergehen.
Mein Blick schweift von hinten über die Gruppe.
Da laufen wir ….aufgereiht, jeder für sich mit seinem Rucksack auf dem Rücken.
Gemeinsam und doch muss jeder seinen persönlichen Weg gehen.
Gemeinsam und doch hat jeder sein eigenes Päckchen zu tragen.

Mich berührt dieser Moment….
Ich geh gedanklich meine Mitläufer durch...jeder, wirklich jeder hat sein persönliches Päckchen dabei.
In einigen Rucksäcken steckt viel Kummer und Leid, Sorgen, Krankheit oder Trauer.
Was für eine schwere Last!!
Ich überlege, wie kann ich helfen…..oder was kann ich abnehmen….aber das funktioniert  so nicht, der Rucksack meiner Freundin ist auf sie zugeschnitten. Der würde mir gar nicht passen…
Und mit einem zweitem Rucksack, wäre ich komplett überfordert, auch ich habe mein persönliches Lebenspaket zu tragen.

Wir laufen jeder für sich und doch gemeinsam....... zusammen in einer Gruppe ist es einfach leichter.

Es ist schön, wenn wir gemeinsam laufen….mich meine Mitmenschen auf die schönen Dinge am Wegesrand aufmerksam machen…
Es ist schön, wenn ein Anstieg bevor steht und jeder sein Tempo gehen darf…..
Es ist schön, wenn in der Anstrengung Berg hoch gemeinsam beschlossen wird..“ Wir reden oben weiter“ und man schweigend den Anstieg meistert….
Es ist schön, wenn dich jemand motiviert bergauf zu laufen, obwohl du vielleicht keine Kraft mehr hast….
Es ist schön, wenn du oben ankommst und Jemand auf dich wartet.
Es ist schön, wenn man oben zusammen ausgelassen die Aussicht genießt…
Es ist schön, wenn nach der großen Anstrengung jeder in seinem Rucksack wühlt, sein Vesper raus holt und wir gemeinsam essen.
Es ist schön, die schönen Momente im Leben miteinander zu teilen…

Und wenn wir genauer hin schauen und die Seitenfächer der Rucksäcke öffnen, finden wir auch das Schöne in unserem Leben ...die Freude, die Liebe, die Gemeinsamkeit und unsere Hoffnung.
Wie wir das Vesper, den Moment der Pause miteinander teilen…..ist es schön, wenn wir auch unser „Glück“ miteinander teilen.

Danke das ihr mich auf meinem Lebensweg begleitet….😊





Vesperpause




Wandertouren rund um den Feldberg:

https://www.outdooractive.com

(Empfehlung unbeauftragte Werbung)
Link: Ich betone ausdrücklich, das ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung der gelinkten Seite habe.
Der gesamte Inhalt/ Gestaltung liegt bei dem Betreiber bzw. Urheber.



Mir persönlich hat die Tour Spießhorn/ Herzogenhorn mit Blick auf den Feldberg gut gefallen.
Los geht es auf der Passtrasse Feldberghöhe  ( Straßennummer 317 )Wanderparkplatz beim "Hebelhof". 
Weiter geht es über die Albschlucht zur Krunkelbachhütte. Dort gibt es die Möglichkeit, das Spießhorn zu besteigen oder zu umrunden. 
Zurück geht es von der Krunkelbachhütte über das Herzogenhorn wieder zum Wanderparkplatz am Hebelhof. 





Freitag, 30. August 2019

Schatten




Tu Deinem Körper etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.  Teresa von Avila.

Endlich ...seit langem habe ich es geschafft mich aufzuraffen und laufen zu gehen. Darüber bin ich total happy. Den eigentlich liebe ich das Laufen, aber seit einem halben Jahr habe ich kein einziges Mal meine Laufschuhe angezogen. Ich schaffte es nicht mehr mich zu motivieren. Und eine Ausrede hatte ich auch  immer parat.
Ich muss zu viel arbeiten, habe zu viel um die Ohren, mein Job und um meine Pubertiere rauben mir meine letzte Kraft…..ich bin müde und brauche unbedingt das Sofa und den TV zur Erholung
( Was sicher in manchen Situationen okay ist, aber in meinem Fall war es nicht förderlich für mein seelisches Gleichgewicht). Es gibt noch viele solcher Ausreden…..und ich habe mich diesen Gedanken und Entschuldigungen völlig hingegeben.
Kennst Du das auch…?

Mit den Ausreden hat sich dann auch die Bequemlichkeit in meinen Alltag eingeschlichen…...und ehe ich mich versah, trat ganz still und heimlich eine gewisse Unordnung in mein Leben.
Mit der Unordnung kam der Frust und mit dem Frust kam das Futtern und der Schrei nach Süßigkeiten. 
Dann kamen die Kilos und mit den Kilos kam das Mitleid ……..Willkommen in der Abwärtsspirale….:(

Da ich beruflich bedingt immer andere Menschen und Kinder motiviere, hatte ich echt das Gefühl jetzt muss mal Jemand zu mir kommen und mich motivieren…..aber es kam NIEMAND.

Und dann eines Tages beim Bibellesen bin ich über folgendes gestoßen: Jesus sah „mich“ an und sagte: Bei Menschen ist das unmöglich, aber für Gott ist alles möglich! 
Das war der Impuls für mich …...Für die Menschen aus meinem Umfeld, war es unmöglich mich zu motivieren (ich bin zu anspruchsvoll, habe gewisse Vorstellungen, motze nur, mir kann es zur Zeit eh keiner recht machen...)...aber Gott will mich motivieren, ihm macht meine Gemotze nichts aus. 
Er will mich neu herausfordern !! 
Er benutzte meine Unzufriedenheit, meinen Frust, dass ich endlich meine Laufschuhe anzog….und dann passierte folgendes……..

Beim los laufen war meine Stimmung richtig verbissen. Meine Gedanken haben sich nur um mich gedreht. Was ich alles brauche, was Gott mir alles geben muss, was sogar nicht nach meinen Vorstellungen läuft, wo Gott doch endlich mal eingreifen soll…..usw.
Mein Schatten war so richtig groß vor mir und mein Blick hielt an meinem Schatten fest…...
ICH   ICH   ICH !!
Ich hatte keine Augen für diesen schönen Morgen, für die erwachende Natur …. Nein meine Augen waren starr auf meinen Schatten gerichtet.

Nach einiger Zeit merkte ich, dass mein Schatten nicht mehr im Großformat vor mir lag, sondern er hatte sich auf die Seite verlagert. Meine Gedanken hatten sich auch endlich etwas beruhigt !!
Mir viel auf, dass ich ganz vorsichtig meinen Blick in die Umgebung streifen ließ. Wie unter einer Hutkrempe blinzelte ich verstohlen hervor und schaute mich um. Mein Blick war von meinem Ich, von meinem Schatten weg gewandert und ich konnte die Stimmung um mich herum wahrnehmen.
Was für ein schöner Morgen, was für ein wunderbarer Tag!! Das Vogelgezwitscher ist in mein Innerstes vorgedrungen…..und mein Herz stimmte auf einmal leise in dieses Lob mit ein.
Meine Gedanken gingen weg von meinem Ich, hin zu meinem Heiland.… Jesus will mein gefrustetes Herz heilen ….alle meine Nöte soll ich hinter mir lassen und meinen Blick nach vorne richten.
Und dann lag der Schatten hinter mir und vor mir lag der freie, sonnige Weg.
Der Weg in die Sonne, der Weg ins Licht ……..
Wende dein Gesicht JESUS zu dann, fallen die Schatten hinter Dich.
Daheim angekommen war mein Herz voller Freude und erfüllt mit einem tiefen Frieden!

Überwinde DU Deinen Frust, Deine Bequemlichkeit, Deine Unzufriedenheit oder was Dich sonst runter zieht und belastet.
Mach Dich auf ….gehe los...nichts wildes….nichts extra sportliches…….nur gehen….

Ich möchte D I C H motivieren lass Dich auf ein Experiment ein……..und schaue was 
passiert…….. ;)






meine alten Laufschuhe

endlich angezogen

Mein ICH Schatten vor mir

Der Schatten auf der Seite

Der Weg liegt frei vor mir







Praktisches zum Thema walken:

Walking ist eine „sanfte“ Sportart. Aber dennoch äußerst effektiv und gesundheitsfördernd.
In der Literatur ist es die sogenannte „Einstiegssportart“ für untrainiert, übergewichtig oder ältere Menschen. Was absolut richtig ist….der positive Trainingseffekt tritt bereits bei regelmäßiger Belastung (Bsp. 1x wöchentlich 45 Minuten, oder 2x wöchentlich 20 Minuten) ein.
Die Belastung für Gelenke, Sehnen, Bänder und Wirbelsäule sind vergleichsweise geringer als beim Joggen.
Es gibt einen positiven Effekt auf das Herzkreislaufsystem und wer gar nichts macht, trainiert damit auch seine Muskulatur.
Also warum sich nicht einfach auf machen und los gehen…..;)

Falls Du mit einer Pulsuhr laufen willst, gelten folgende Empfehlungen:

Maximalpuls :                               220- Lebensalter= Maximalpuls
Trainingspuls für Einsteiger:           60%-70% vom Maximalpuls
Trainingspuls für Fortgeschrittene:  70%- 80% vom Maximalpuls

Bsp. Frau /Mann 45 Jahre:

Maximalpuls:                          220-45 = 175 Maximalpuls
Trainingspuls Einsteiger:          60- 70 % = 105-123 Puls
Trainingspuls Fortgeschrittene: 70-80 % = 123-140 Puls



Welche Erfahrung hast Du gemacht....